Schon 2016  – anlässlich des Christopher Street Days – leuchtete die Allianz Arena in Regenbogenfarben.
  • Schon 2016 – anlässlich des Christopher Street Days – leuchtete die Allianz Arena in Regenbogenfarben.
  • Foto: picture alliance/dpa/Tobias Hase

Kommentar: Liebe UEFA, ein Regenbogen tut doch nicht weh!

Nachdem die UEFA die Kapitänsbinde von Manuel Neuer in Regenbogenfarben erlaubte, hätte im nächsten Schritt eine in rot, orange, gelb, grün, blau und lila erleuchtete Allianz Arena in München ein fettes Zeichen für mehr Weltoffenheit und Toleranz bedeutet. Doch so viele Taten lässt die UEFA den Worten, sich gegen „Rassismus, Homophobie, Sexismus und alle Formen der Diskriminierung“ zu stellen, dann doch nicht folgen.

Stattdessen wird erneut vor einem Verbündeten gekuscht. Ungarn hatte kürzlich Bildungsprogramme und Werbung mit LGBTIQ-Inhalten per Gesetz verboten – aber Ungarn lässt die EM-Organisatoren trotz aller Corona-Risiken nach Belieben walten, kokettiert mit Budapest als Ausweichort fürs Finale im Pandemie-geplagten London. Das gefällt in der UEFA-Zentrale mehr als Protest im Sinne der Menschlichkeit.

UEFA verbietet Regenbogen-Stadion in München beim EM-Spiel gegen Ungarn

Die Reaktionen kamen prompt. 11.000 Pride-Fahnen werden vor der Arena verteilt, in Deutschland leuchten viele Stadie regenbogenfarben, genau wie die Titelseite der MOPO-Sportbeilage.

Und warum? Weil es bunt ist, weil es tolerant ist und weil ein Regenbogen nicht weh tut.

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