Kevin-Prince Boateng
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EM im Fernsehen: Boateng als Experte – zehn Spiele nicht im Free-TV!

Von Jörg Heinrich. Die Fußball-EM 2020 findet 2021 statt. Aber mit einem Jahr Corona-Verspätung geht es am Freitag mit dem Eröffnungsspiel Türkei gegen Italien (21 Uhr) in Rom endlich los. Auf die Fernsehzuschauer warten innerhalb von vier Wochen 51 Spiele – das sind beinahe WM-Dimensionen. 41 dieser Spiele, darunter alle deutschen Begegnungen, sind live bei ARD und ZDF zu sehen. Alle Partien zeigt MagentaTV, das Internet-Fernsehen der Telekom, das bei der EURO seine Premiere bei einem großen Turnier feiert. Die MOPO verrät, was die Sender für das Fußballspektakel in elf Ländern planen.

Hier beginnt am Freitagabend der TV-Marathon. Florian Naß kommentiert bei seinem ersten großen Turnier den Auftakt. Außerdem sitzen in der ARD die bewährten Kräfte Gerd Gottlob und Tom Bartels am Mikro. Bei den Experten hat das Erste spannende Namen angeheuert. Neben Edel-Analyst Bastian Schweinsteiger erklären U21-Erfolgstrainer Stefan Kuntz, Frauen-Nationaltorhüterin Almuth Schult und als besonders spannender Neuzugang Kevin-Prince Boateng die EM. Es wird interessant, was der Ex-Frankfurter zum Fehlen seines Halbbruders Jerome im Löw-Kader zu erzählen hat.

Thomas Broich als Top-Experte in der ARD

Top-Experte Thomas Broich sorgt als Co-Kommentator für Taktik-Infos. Nach dem Abgang von Matthias Opdenhövel zu ProSieben ist Alexander Bommes Moderator im Kölner EM-Studio. Die EURO-Abende im Ersten gehen mit dem „Sportschau Club“ zu Ende, in dem Micky Beisenherz und Esther Sedlaczek (bisher Sky) Gäste begrüßen. Beim Endspiel gibt es eine Premiere: Mit Julia Metzner kommentiert erstmals in Deutschland eine Frau live ein EM-Finale – allerdings „nur“ im Radio.

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Das Zweite startet am Samstag in die EURO – und überträgt auch das Endspiel am 11. Juli. Dort könnte Béla Réthy (64) sein letztes Finale kommentieren. Außer dem Altmeister sitzen im ZDF wie gewohnt Oliver Schmidt, Martin Schneider und Claudia Neumann am Mikro – die mit Doppel-Weltmeisterin Ariane Hingst eine Co-Kommentatorin erhält. Nachdem Oliver Welke wegen seiner „Heute Show“-Verpflichtungen während der WM 2022 bereits auch dieses Jahr die EM nicht mehr moderiert, präsentieren in der neuen „Sportstudio-Arena“ auf dem Mainzer Lerchenberg Katrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer die Spiele. Das EM-Studio ist 900 Quadratmeter groß, und soll mit Video-LED-Boden für eine spektakuläre Optik sorgen.

Manuel Gräfe als Schiedsrichter-Experte beim ZDF
Manuel Gräfe als Schiedsrichter-Experte beim ZDF

Auch die ZDF-Experten sind vielversprechend. Neben Stammgast Per Mertesacker hat sich das Zweite für die EURO den redegewandten Ex-Bayern-Nationalspieler Sandro Wagner von DAZN ausgeborgt. Der Gladbacher Weltmeister Christoph Kramer, der schon bei der WM 2018 im ZDF-Studio überzeugte, kehrt zurück. Neuer Schiedsrichter-Experte ist der pfiffige und vom DFB gerade erst zwangsverrentete Manuel Gräfe.

Turnierpremiere bei der EM für MagentaTV

„Mehr EM geht nicht“, verspricht MagentaTV für seine Turnierpremiere. Bisher hat der Internetsender nur die 3. Liga übertragen. Nun rüstet die Telekom für die EM kräftig auf, technisch ebenso wie personell. Auf MagentaTV ist die bisher schärfste Europameisterschaft zu sehen. Denn während ARD und ZDF „nur“ das gewohnte Full HD bieten, zeigt der pinke Sender die Spiele sogar in 4K. Der Unterschied dürfte sich aber allenfalls auf sehr großen Fernsehern mit 65 Zoll und mehr erspähen lassen. Als Moderator kehrt Johannes B. Kerner zu seinen Fußball-Wurzeln zurück. „Ich bin meinem Heimatsender ZDF total dankbar, dass sie diesen Sportausflug ermöglichen“, freut sich die Lerchenberg-Leihgabe.

Jan Henkel im EM-Studio für MagentaTV
Jan Henkel im EM-Studio für MagentaTV

Als Experten analysieren unter anderem Hertha-Manager Fredi Bobic und Ex-Capitano Michael Ballack die Spiele. Die bekanntesten Namen am Mikrofon sind der von Sky geborgte Wolff Fuss und Marco Hagemann, der ohnehin auf allen Sendern von DAZN bis RTL Fußball kommentiert. Wer die komplette EURO mit allen Spielen live sehen will, darunter zehn Exklusivspiele in der Vorrunde, braucht also MagentaTV (www.magentasport.de). Für bestehende Nutzer des Telekom-Fernsehens ist die EM ohne Mehrpreis inbegriffen. Neu-Kunden zahlen die ersten drei Monate nichts – danach aber zehn Euro monatlich für den Rest des Zweijahres-Abos. Da ist dann auch schon die Wüsten-WM Ende 2022 in Katar dabei, für die die Telekom ebenso wie für die Deutschland-EM 2024 die TV-Rechte hat. 

Ob sich’s lohnt? Wer nicht bei der Telekom abonniert, verpasst zumindest ab dem Achtelfinale nicht mehr viel. Denn die K.o.-Runde ist auch bei ARD und ZDF wieder komplett zu sehen. Die Telekom-EM läuft am Smart-Fernseher, per MagentaTV-App für Handys und Tablets, im Browser auf PC und Mac sowie mit den TV-Sticks Google Chromecast, Amazon FireTV und Apple TV.

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