• Kevin Pannewitz galt beim FC Hansa Rostock in der 2. Liga einst als großes Talent und stand beim VfL Wolfsburg unter Felix Magath 2012 vor dem Sprung in die Bundesliga. 
  • Foto: imago/Christoph Worsch

Für „1100 und zerquetschte“ Euro: Ex-Fußball-Profi ist jetzt Straßenfeger in Berlin

Nach Ausflügen in Reality-Fernsehshows und andauernden Gewichtsproblemen ist der ehemalige Fußballprofi Kevin Pannewitz wieder bei der Stadtreinigung in Berlin gelandet.

„Ich arbeite bei der BSR Stadtreinigung als Straßenfeger. Ich verdiene 1100 und Zerquetschte netto, ich habe 1200 Stunden im Jahr, die ich arbeiten muss“, sagte der 29-Jährige in einer Instagram-Story seinen knapp 14 000 Followern am Donnerstag: „Wenn ich gut bin, kann ich übernommen werden. Wenn ich scheiße bin, dann nicht.“

Pannewitz: Disziplinlosigkeiten und Gewichtsprobleme verhindern Fußball-Karriere

Der Mittelfeldspieler hatte schon mit 17 Jahren sein Zweitliga-Debüt bei Hansa Rostock gegeben. Nach Eskapaden mit Ausflügen ins Nachtleben wechselte er zum VfL Wolfsburg. Doch auch der damalige VfL-Trainer Felix Magath bekam das große Talent nicht in die Spur. In der Folge spielte Pannewitz unterklassig, jobbte nebenbei für eine Handelskette und schleppte Kühlschränke und Waschmaschinen in Wohnungen.

2018 schaffte er bei Carl Zeiss Jena den Sprung zurück in die 3. Liga, wo ihm jedoch nach einem Jahr wegen Übergewichtes wieder gekündigt wurde.

Der Alltag des Familienvaters sieht nun ganz anders aus als der eines Berufssportlers. „Ich stehe jeden Tag um vier Uhr auf, von Montag bis Freitag erstmal. Das ist es erstmal. Viele fragen, was ich mache, was ich tue. Bevor ich jedem einzeln antworte, hier das Video“, sagte Pannewitz in seiner orangenen Arbeitskleidung.

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Mittelfeldspieler Pannewitz hatte es 2018 beim FC Carl Zeiss Jena zurück in die 3. Liga geschafft. Zuletzt spielte er beim FC Amed in Berlin in der 9. Liga. „Ich bin zwar fett, aber für die Kreisliga reicht es noch“, hatte er dem Magazin „11Freunde“ im Vorjahr gesagt. 2020 gewann Pannewitz als Sieger der RTL-Sendung „Kampf der Realitystars“ 50 000 Euro. Um finanziell über die Runden zu kommen, hatte er schon ab 2015 bei der Stadtreinigung gearbeitet. (sid/dpa/pia)

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