Simon Terodde zeigte sich in Aue gewohnt treffsicher. Am Ende überwog bei ihm dennoch der Frust.
  • Simon Terodde zeigte sich in Aue gewohnt treffsicher. Am Ende überwog bei ihm dennoch der Frust.
  • Foto: WITTERS

„Fühlt sich nicht richtig an“: Trotz Doppelpack: HSV-Stürmer Terodde schiebt Frust

Er bleibt das Tor-Phänomen der Zweiten Liga. Durch seinen Doppelpack in Aue hat Simon Terodde nun 19 Saisontreffer auf seinem Konto, der HSV-Angreifer ist in Sachen Torquote weiterhin das Maß aller Dinge. Dennoch regierte nach dem 3:3 auch bei ihm am Ende der Frust.

„Der Punkt fühlt sich gerade nicht so richtig gut an“, erklärte Terodde nach dem Abpfiff und guckte dabei grimmig aus der Wäsche. Dabei sprach zur Pause alles dafür, dass der 32-Jährige das Erzgebirge mit einem breiten Grinsen würde verlassen können. Bis dahin hatte Terodde mit seinem schon siebten Doppelpack der Saison die Weichen auf HSV-Sieg gestellt.

Beim 1:0 klaute Terodde seinem HSV-Kollegen Jatta das Tor 

Ganz schön frech, wie der Torjäger dabei zum 1:0 traf. Bakery Jattas Geschoss wäre auch so im Auer Netz eingeschlagen, Terodde aber hielt den Kopf hin und staubte ab (14.). So hungrig war er, nachdem er zuvor in zwei Partien ohne Treffer geblieben war …

Sein Elfmeter zum 3:1 (30.) war dann gewohnt souverän. Drei von vier Strafstößen verwandelte Terodde in dieser Saison. Selbst den verschossenen (beim 1:3 gegen Bochum Ende November) versenkte er im Nachschuss.

Teroddes Tor-Rekord liegt bei 29 Treffern

Die persönliche Rekordjagd des Stürmers geht damit ungebremst weiter. 29 Saisontore bilden bislang Teroddes Bestmarke im Profifußball. Er ist auf einem guten Weg, sie zu knacken.

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Lächeln wollte er nach dem Abpfiff nicht, die Entschlossenheit aber kehrte schnell zurück. „Die entscheidenden Spiele kommen zwischen dem 25. und 30. Spieltag“, stellte Terodde klar. „Da muss man da sein. Den Punkt nehmen wir auswärts mit, wir gewinnen dann wieder zu Hause, dann ist das in Ordnung.“

Der HSV und die Nachwehen des 3:3 in Aue

Klingt in der Tat nach einem guten Aufstiegs-Rezept. Und dennoch: Die zwei Zähler, die der HSV in Aue seinem Polster auf die Konkurrenz hätte hinzufügen können, werden sie zumindest noch einige Tage lang schmerzlich im Volkspark vermissen.

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