• Thomas Müller (l.) traf zum 2:1-Sieg der Bayern gegen Freiburg
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Freiburg trifft die Latte: Bayern ist Herbstmeister! Müller rettet müde Münchner

Es war mühsam, es war ein bisschen glücklich, aber es war mal wieder ein Sieg. Nach Bundesliga-Pleite in Gladbach und Pokal-Blamage in Kiel besiegten die Münchner Bayern den SC Freiburg 2:1. Torwart Manuel Neuer wartet allerdings weiter darauf, den „Zu-Null-Rekord“ seines Vorgängers Oliver Kahn einzustellen.

Neuer und seine Vorderleute mussten sogar froh sein, gewonnen zu haben. Nils Petersen, der in der 62. Minute mit seinem 28. Joker-Tor für Freiburg ausgeglichen hatte, donnerte den Ball in der Nachspielzeit so doll an die Münchner Latte, dass der Schnee herunter rieselte. „Das ärgert mich brutal. Ich verlange schon von mir, den auch noch zu machen“, zeigte sich Petersen selbstkritisch und befand: „Am Ende waren die Bayern das eine Tor cleverer.“

Bayern Petersen 1-1 170121

Neuer geschlagen! Nils Petersen (liegend) hat für Freiburg ausgeglichen.

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Witters

Robert Lewandowski (7.) brachte die Münchner mit seinem 21. Saisontreffer früh in Führung, nach Petersens Ausgleich erzielte Thomas Müller (74.) den Siegtreffer, der den Bayern auch vorzeitig die späteste Herbstmeisterschaft aller Zeiten sicherte. „Wir müssen nicht immer glänzen“, meinte Bayern-Verteidiger Jerome Boateng: „Wir haben gezeigt, dass wir auch kämpfen können. Von der Spielweise müssen wir uns sicher noch steigern, es läuft noch lange nicht alles automatisch.“ 

Bayern schlägt Freiburg: Müller macht München zum Herbstmeister

Sein Mitspieler Leon Goretzka sah’s noch etwas positiver als der 2014er-Weltmeister: „Wir hatten viele Torchancen. Am Ende haben wir verdient die drei Punkte geholt, die aufgrund der anderen Ergebnisse sehr wichtig waren.“

Bayern Müller in der Mitte 170121

Die Freiburger hatten Thomas Müller (M.) lange recht gut unter Kontrolle – bis der Münchner dann doch das Siegtor markierte.

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Witters

Freiburg, das zuletzt fünf Siege in Serie gefeiert hatte, beklagte in Baptiste Santamaria (Knie) und Amir Abrashi (Wade) zwei Verletzte. Bei den Bayern musste Nationalspieler Serge Gnabry nach 28 Minuten wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden.

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Neue Spieler werden dennoch nicht beim Rekordmeister aufdribbeln. „Wir sind voll überzeugt von diesem Kader“, bekräftigte das Vorstandsmitglied und Nach-wie-vor-Zu-Null-Rekordhalter Oliver Kahn:  „Deswegen beschäftigen wir uns überhaupt nicht mit irgendwelchen Wintertransfers.“

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