Carlo Boukhalfa und Connor Metcalfe (l.) haben noch deutlich mehr Potenzial, als sie es in der Hinrunde zeigten. Unter Fabian Hürzeler können sie sich neu beweisen.
Carlo Boukhalfa und Connor Metcalfe (l.) haben noch deutlich mehr Potenzial, als sie es in der Hinrunde zeigten. Unter Fabian Hürzeler können sie sich neu beweisen.
  • Carlo Boukhalfa und Connor Metcalfe (l.) haben noch deutlich mehr Potenzial, als sie es in der Hinrunde zeigten. Unter Fabian Hürzeler können sie sich neu beweisen.
  • Foto: WITTERS

Welche St. Pauli-Spieler unter Hürzeler auf eine neue Chance hoffen dürfen

Über Weihnachten ist Ruhe eingekehrt beim FC St. Pauli, es wurde auch Zeit nach turbulenten Wochen. Ein 4:4 in Karlsruhe zum Hinrundenende, eine Jahresanalyse wie eine Hängepartie, die Entlassung von Trainer Timo Schultz und schließlich die Berufung des bisherigen Assistenten Fabian Hürzeler zum Chef. Für den Klub bedeutet das Veränderung, für den neuen Trainer Verantwortung. Und für einige Spieler die zweite Chance. 

Denn genauso wie es für die Mannschaft nach 17 Spielen höchstens durchwachsen, eher aber schlecht lief, bleiben auch einige Profis hinter ihren Erwartungen und denen des Vereins zurück. 

Acht neue Spieler kamen im Sommer, kaum einer konnte restlos überzeugen. Die Liste der Zugänge umfasst Ersatztorhüter Sascha Burchert (0 Pflichtspiele), den ewig emsigen Rechtsverteidiger Manolis Saliakas (18/ 1 Tor/ 2 Vorlagen), den von Verletzungen verfolgten Innenverteidiger David Nemeth (8/ 1/ 0) und Positionspartner Betim Fazliji (14/ 0/ 0), die Mittelfeldallrounder Carlo Boukhalfa (10/ 0/ 0) und Connor Metcalfe (14/ 1 / 1) und im Sturm den wuseligen Johannes Eggestein (17/ 5/ 2) sowie den wuchtigeren David Otto (16/ 2/ 0).

Carlo Boukhalfa, Connor Metcalfe und Betim Fazliji hoffen auf größere Rollen bei St. Pauli

Besonders Carlo Boukhalfa dürfte auf so etwas wie einen Neustart hoffen, er stand nur zweimal in der Startelf und fand bisher nicht recht den Zugang ins Spiel des FC St. Pauli. 

Etwas größer fiel schon Connor Metcalfes Rolle aus – allerdings reichte es für den 23-Jährigen trotzdem nicht, um mit Kapitän und Landsmann Jackson Irvine für Australien zur Weltmeisterschaft nach Katar zu fahren. Für Metcalfe eine bittere Enttäuschung, im besten Falle aber Antrieb und Motivation, um es beim nächsten Mal zu schaffen. Dass Metcalfe, der sich und seine Bedeutung im Laufe der Hinrunde durchaus steigerte, noch nicht sein Limit erreichte und vor allem anfangs kaum zu sehen war, hing vor allem mit der physischen Umstellung vom australischen auf den deutschen Fußball zusammen.

Feiert Roggow unter Hürzeler sein Profi-Debüt bei St. Pauli?

Etwas anders gelagert ist die Situation bei Betim Fazliji, der immerhin fünfmal in der Startelf stand. Ihm war bei seinem Wechsel aus St. Gallen auf den Kiez durchaus bewusst, dass Jakov Medic und David Nemeth als Innenverteidiger-Paar eingeplant sind. Den Anspruch zu spielen – und zwar nicht nur als eine Art Lückenfüller, wenn wieder mal einer der beiden oder wie zurzeit beide verletzt sind –, hat er trotzdem. Fazliji könnte – wenn auch zum Start in Nürnberg gesperrt – einmal mehr davon profitieren, dass Nemeth wohl noch länger fehlt.

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Hoffnungen machen auf seine erste richtige Chance darf sich indes Franz Roggow. Das Talent (20) wartet noch auf sein Profi-Debüt, zeigt im Training aber regelmäßig gute Ansätze und bereitete im Test gegen Union Berlin per Freistoß ein Tor vor. 

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