Polizei, St. Pauli, Rostock
Polizei, St. Pauli, Rostock
  • Steht massiv in der Kritik von St. Pauli-Fans: die in Rostock eingesetzte Polizei
  • Foto: Imago

Polizeieinsatz in Rostock: Heftige Kritik von St. Pauli-Fans

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Darstellungen von Exekutive und Fußballfans in Bezug auf Vorfälle rund um und in den Stadien teils gravierend widersprechen. Das ist in Bezug auf die Partie des FC St. Pauli bei Hansa Rostock nicht anders. Während die Polizei wissen ließ, man sei mit dem Ablauf des Abends sehr zufrieden gewesen, gibt es aus Reihen der mitgereisten Gäste-Anhänger teils heftige Vorwürfe.

Die beginnen schon bei der Anreise, als der Transfer vom Bahnhof zum Stadion mittels Bussen extrem lange gedauert habe. In der Halbzeitpause seien dann aus dem Hansa-Fanblock Personen der Gäste-Kurve so nahegekommen, dass es „zum Austausch von diversen brennenden und nicht brennenden Wurfgeschossen“ gekommen sei (Quelle: magischerfc-Blog). Wirklich heftig wurde es dann aber offenbar nach Abpfiff.

Im St. Pauli-Block wurde während das Spiels gegen Hansa Rostock Pyrotechnik gezündet. WITTERS
St. Pauli-Fans
Im St. Pauli-Block wurde während das Spiels gegen Hansa Rostock Pyrotechnik gezündet.

Polizei kesselt die St. Pauli-Fans nach Schlusspfiff vor dem Gästeblock ein

Die Hamburger Anhänger waren vom Stadionsprecher aufgefordert worden, das Ostseestadion als erste zu verlassen, um die Abfahrt des Sonderzugs nicht zu verpassen. Der Aufforderung kamen sie auch nach, um dann aber von der Polizei eingekesselt im Eingangsbereich des Gästeblocks auf die wohl viel zu wenigen Busse zu warten.

Wasserwerfer-Einsatz bei Minusgraden: Heftige Kritik der St. Pauli-Fans an der Polizei

Dort sei man dann von Rostockern mit Pyro, Knallkörpern und Leuchtraketen beworfen und beschossen worden. Teils habe man die Gegenstände zurück an die Absender befördert mit dem Resultat, dass irgendwann die Polizei mit einem Wasserwerfer in die St. Pauli-Menge gestrahlt habe – bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wohlgemerkt.

Am Ende sei eine Massenpanik nur ob des eigenen besonnenen Verhaltens vermieden worden, und der „Millernton“ zog ein frustrierendes Fazit. „So bleiben am Ende Wut, Unverständnis und Fragen: Wie konnte so etwas passieren? Wieso wurden wir so lange auf so engem Raum eingekesselt, während uns Böller und Leuchtraketen um die Ohren flogen? Wieso dauerte es so lange, bis die Busse fuhren? Viele Fragen und irgendwie alles scheiße.“

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