Maximilian Franzke (M.) verlässt St. Pauli dauerhaft, Marvin Senger (r.) nur leihweise.
Maximilian Franzke (M.) verlässt St. Pauli dauerhaft, Marvin Senger (r.) nur leihweise.
  • Maximilian Franzke (M.) verlässt St. Pauli dauerhaft, Marvin Senger (r.) nur leihweise.
  • Foto: WITTERS

Warum Franzke gehen muss – und Senger bleiben darf

Der eine geht, der andere bleibt – zumindest in Besitz eines laufenden Vertrages beim FC St. Pauli. Der Kiezklub verkündete am Freitag mit dem Abschied Maximilian Franzkes und der Vertragsverlängerung inklusive anschließender Leihe von Marvin Senger Personalentscheidungen zu zwei Spielern, die unter vergleichbaren Voraussetzungen in die abgelaufene Spielzeit gingen und nun doch mit unterschiedlicher Perspektive dastehen.

Sowohl Senger als auch Franzke waren vor der Saison verliehen worden, für beide ging es in die dritte Liga: für Senger nach Kaiserlautern und für Franzke nach Magdeburg. Ersterer spielte regelmäßig und auch oft gut, letzterer bedingt durch eine Verletzung früh in der Saison und eine in der Mitte nur acht Spiele.

Und so hatte es sich abgezeichnet, wie es für beide weitergehen würde mit beziehungsweise ohne St. Pauli. Bereits vor einer guten Woche hatte Sportchef Andreas Bornemann in der MOPO Bornemann durchblicken lassen, dass es für Maximilian Franzke auf dem Kiez keine Zukunft gibt. Seit Freitag ist nun klar, dass der 22-Jährige wieder zum 1. FC Magdeburg wechseln wird, diesmal nach Vertragsauflösung bei St. Pauli dauerhaft.

Abschied von St. Pauli: Franzke „muss noch einen Zwischenschritt gehen“

„Maximilian ist ein talentierter Spieler, der in seiner Entwicklung jedoch noch einen Zwischenschritt gehen muss“, erklärt Andreas Bornemann, warum es für das im Januar 2020 von Bayern München gekommene Talent nicht reicht bei St. Pauli. „Auch mit Blick auf die geringen Einsatzchancen beim FC St. Pauli ist der Wechsel zum 1. FC Magdeburg eine gute Lösung“, sagt Bornemann.

Der Flügelspieler bezeichnete seine Zeit bei den Braun-Weißen mit fünf Spielen für die zweite Mannschaft und fünf Einsätzen bei den Profis als „wertvoll. Ich durfte hier mein Profidebüt feiern, das bleibt für mich unvergessen“, sagt Franzke.

Lohn für „gute Leistungen“ bei Lautern: Senger bekommt neuen Vertrag bei St. Pauli

Sein Profi-Debüt feierte auch Marvin Senger beim Kiezklub. Zu seinen bisher vier Einsätzen bei der ersten Mannschaft dürften künftig weitere hinzukommen, auch wenn der 21-Jährige in der kommenden Saison erneut nach Kaiserslautern verliehen wird. Schließlich verlängerte St. Pauli den Vertrag des Innenverteidigers über die Leihe hinaus vorzeitig.

„Marvin hat in seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern gute Leistungen gezeigt und seinen Teil zum Nichtabstieg des FCK beigetragen“, sagt Sportchef Bornemann. „Wir glauben, dass es für seine Entwicklung die beste Entscheidung ist, wenn er ein weiteres Jahr Spielpraxis in der dritten Liga sammelt. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass die erneute Leihe dazu beitragen kann, dass er perspektivisch eine Rolle in unseren Kaderplänen für den FCSP spielen kann und deswegen haben wir den Vertrag mit Marvin verlängert.“ Klingt in der Tat nach weiteren Spielen für St. Pauli.

Timo Schultz ist von Sengers Potenzial überzeugt

Trainer Timo Schultz ist „von seinem Potenzial überzeugt. Seine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen“. Er glaubt mit Blick auf die erneute Leihe an den „Betze“, „dass diese Station und die damit verbundenen regelmäßigen Einsätze, die richtige Entscheidung ist. Selbstverständlich werden wir Marvin weiterhin intensiv beobachten und begleiten“, verspricht Schultz.

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Senger selbst freut sich, „dass der FC St. Pauli weiterhin an mich glaubt und ich gleichzeitig mit der Verlängerung der Leihe die Möglichkeit bekomme, weitere Schritte in meiner Entwicklung gehen zu können“.

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