Oladapo Afolayan (l.) und Kaiserslauterns Marlon ​​​​​​​Ritter im Zweikampf
  • Werden wohl auch an diesem Samstag die Klingen kreuzen: Oladapo Afolayan (l.) und Kaiserslauterns Marlon ​​​​​​​Ritter
  • Foto: WITTERS

Vor dem Lautern-Spiel: Teuflische Fragezeichen bei St. Pauli

Fabian Hürzeler ist ein Pedant im positiven Sinne. Kein noch so verstaubter Winkel der Gegner bleibt unbeleuchtet, wenn es um die Analyse des kommenden Gegners geht. Aber manchmal kommt auch der Coach des FC St. Pauli an seine Grenzen, zum Beispiel jetzt vor dem Rückrunden-Auftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern (Samstag, 13 Uhr/Liveticker bei mopo.de).

„Wie sie bei uns auftreten werden, kann ich nicht beantworten“, sagt der 30-Jährige, der sonst eigentlich auf jede Frage bezüglich des bevorstehenden Kontrahenten eine Replik parat hat. Was natürlich mitnichten an laxer Vorbereitung seinerseits liegt, sondern vielmehr dem Umstand geschuldet ist, dass der FCK von jetzt mit dem vom 2:1-Sieg des FC St. Pauli in der Hinrunde nicht mehr viel gemein hat.

Neuer Trainer und viele neue Spieler in Kaiserslautern

Die Roten Teufel kommen mit einem Berg an Fragezeichen für die Hausherren ans Millerntor. Mit Dimitrios Grammozis ist nicht nur ein relativ neuer Trainer in Amt und Würden, auch der Kader hat sich auf nicht weniger als sieben Positionen verändert seit Saisonauftakt.

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„Sie sind sehr unberechenbar“, gesteht Hürzeler. „Sie haben zum einen ein neues System einstudiert, in den Testspielen im 4-4-2 gespielt. Da haben sie versucht, hoch Druck auf den Ball zu bekommen und sehr Mann-orientiert zu pressen.“ In den letzten Spielen der Rückrunde hatten die Pfälzer noch mit Fünfer- bzw. Dreierkette agiert. Und so ist seine Aufgabe keine einfache, denn: „Wir müssen uns auf einen tief stehenden, aber auch auf einen hoch anlaufenden Gegner vorbereiten.“

Hürzeler lobt Kemlein: „Hat sich super integriert“

Alles unter der Prämisse, trotzdem bei sich selbst zu bleiben. „Es ist wichtig, dass wir bei unserem Stil und unserer DNA bleiben“, unterstreicht der 30-Jährige. „Da werden wir Kleinigkeiten wie die Räume, die wir bespielen wollen, anpassen.“ Es sei wichtig, was und wie viel man der Mannschaft mitgebe, eine gewisse Balance sei da entscheidend. „Es muss uns im Trainerteam klar sein, was für Möglichkeiten uns erwarten können. Man darf der Mannschaft nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig geben.“

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In ebenjener wird sich der einzige Winter-Zugang vermutlich in der Startelf wiederfinden. „Er hat sich super integriert“, sagt Hürzeler über Aljoscha Kemlein. „Josch ist ein sehr fleißiger, lernwilliger und bescheidener Mensch, der mit seinen Werten sehr gut zu uns passt. Er hat sehr großes Potenzial, das wir noch mehr entwickeln wollen.“ Zwar habe der 19-Jährige in den vergangenen Monaten nicht so häufig gespielt. „Er hat aber bei Union immer mit Spielern trainiert, die eine sehr, sehr hohe Qualität haben. Ich freue mich, dass er bei uns ist, weil er uns definitiv besser machen kann.“

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