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St. Pauli-Trainer Fabian Hürzeler gibt auf dem Trainingsplatz Anweisungen
  • Ambitioniert, motiviert und dosiert: Trainer Fabian Hürzeler bereitet sein Team auf das Saisonfinale vor.
  • Foto: WITTERS

Verletzungsgefahr durch Feier-Marathon: St. Paulis etwas andere Spielvorbereitung

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen – und dann rückt sogar mal ein Perfektionist und Workaholic wie Fabian Hürzeler von seinen Grundsätzen ab. Nach dem Aufstieg seiner Kiezkicker am vorletzten Spieltag und den ausgiebigen Feierlichkeiten machte der Erfolgscoach in der Woche danach etwas, das unter normalen Umständen undenkbar ist: Er erlaubte seinen Spielern, es im Training etwas ruhiger angehen lassen. Als Belohnung war das aber nicht gedacht.

Der Druck ist weg, das ganz große Saisonziel bereits erreicht. Aber genügend Motivation für das Saisonfinale bei der um den Klassenerhalt kämpfenden SV Wehen Wiesbaden am Sonntag um 15.30 Uhr – die Anstoßzeit ist ein Vorgeschmack auf die Bundesliga – sei noch vorhanden, um mit einem Sieg die Meisterschale nach Hamburg zu holen, sagt der Aufsteiger-Trainer.

Fabian Hürzeler hat die „Zügel etwas lockerer gelassen“

In den zurückliegenden Tagen hatte das Training etwas anders ausgesehen als in den Monaten zuvor. „Natürlich haben wir die Zügel in den Tagen nach dem Aufstieg etwas lockerer gelassen“, berichtet Hürzeler und liefert gleich die Erklärung hinterher. „Das ist auch gut so, sonst bestünde auch die Gefahr von Verletzungen, weil der eine oder andere Spieler auch ein bisschen länger gefeiert hat. Das gehört auch dazu.“

Tatsächlich besteht nach nicht unbeträchtlichem Alkoholkonsum – in diesem Fall in einer aufstiegs-adäquaten Dosis – bei Sportlern ein erhöhtes Risiko von Muskelverletzungen. Von Verhärtungen über Zerrungen bis hin zu Faserrissen. Muss ja nicht sein, ausgerechnet vor dem letzten Saisonspiel, der großen Saisonabschlussfeier am Pfingstmontag und der anschließenden Sommerpause.

Kiezkicker „sehr motiviert“ und wollen Meister werden

Eine etwas andere Trainingswoche und Spielvorbereitung als üblich bei den Kiezkickern, für die hochintensive Einheiten unter Hürzeler an der Tagesordnung sind – was sie weit gebracht hat, nämlich in die Bundesliga.

Natürlich war es auch wichtig für die Köpfe, nicht sofort wieder auf 100 Prozent zu beschleunigen nach den zwei freien Tagen am Montag und Dienstag, aber zwischen Zügel lockerer lassen und Zügel schleifen lassen besteht ein relevanter Unterschied. Am Donnerstag habe er seine Spieler schon wieder „sehr fokussiert wahrgenommen“, berichtet Hürzeler. „Die Mannschaft hat viel Spaß im Training, ist aber auch sehr motiviert. Sie wissen, dass sie mit der Meisterschaft noch mal einen i-Punkt drauflegen können. Ich bin davon überzeugt, dass sie das am Sonntag auch zeigen werden.“

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