Maurides, St. Pauli
Maurides, St. Pauli
  • St. Paulis neuer brasilianischer Stürmer Maurides in Aktion.
  • Foto: WITTERS

St. Paulis neues „Monster“: Maurides beeindruckt Teamkollegen

Der Begriff zeugte durchaus von Eindruck. „Monster“ sagte Franz Roggow, als zum wiederholten Mal derselbe Stürmer einen der von ihm getretenen Eckbälle beim Training des FC St. Pauli in Benidorm in die Maschen geschädelt hatte. „Aber er hat auch so einen großen Kopf, da müssen die Dinger ja reingehen.“

Der von Roggow beschriebene Mannschaftskollege ist neu bei Braun und Weiß und hört auf den Namen Maurides Roque Junior, kurz einfach nur Maurides, noch kürzer „Mauri“. Und er war das Kader-Präsent, das der Verein pünktlich einen Tag vor der Jahreshauptversammlung den Anhängerschar darbot. Ein Angreifer mit Knipser-Qualitäten, so hieß es – und so sieht es tatsächlich auch aus.

St. Paulis Maurides beeindruckt mit starkem Kopfballspiel

Der 28-Jährige war Zielspieler bei den Standards, die wechselweise von Roggow und Marcel Hartel messerscharf vors Gehäuse getreten wurden. Mit seinen 189 Zentimetern kam er tatsächlich an sehr viele Bälle und versenkte einen Großteil davon mit Wucht und Vehemenz. Der Brasilianer ist in jedem Fall allein schon wegen der Kopfballstärke inklusive Sprungkraft und Timing ein Spielertyp, der in der Hinserie beim Kiezklub in vorderster Front schmerzlich vermisst wurde.

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Auch technisch (erster Kontakt, Ballkontrolle, Passspiel) und in Sachen Gefühl für Spielsituationen und freie Räume macht der aus Polen geholte Maurides einen guten Eindruck, zudem hat er einen starken linken Fuß. Der rechte indes ist eher schwach, beim Antritt und in Sachen Endgeschwindigkeit hat er außerdem sichtbare Defizite. Die wird man ihm beim FC St. Pauli aber gewiss nachsehen, wenn er alsbald verlässlich nachweisen kann, dass er weiß, wo das gegnerische Tor steht.

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