Fußball, Geld, St. Pauli
Fußball, Geld, St. Pauli
  • Beim Achtelfinal-Pokalspiel des FC St. Pauli gegen Dortmund geht es auch um viel Kohle.
  • Foto: WITTERS

St. Paulis Eine-Million-Euro-Spiel gegen BVB: Für Schultz „kein Thema“

Die Summe ist schon recht erquicklich. Fast auf den Cent genau eine Million Euro würde der FC St. Pauli für das Erreichen des Viertelfinals kassieren, bislang hat die Mannschaft im DFB-Pokalwettbewerb bereits 900.000 Euro in die Kiezklub-Kasse gespült. Für Spieler und Trainer ist das allerdings nicht mal eine Randthematik.

„Die Einnahmen waren selbst in der Zeit damals kein Thema für uns“, erklärte Timo Schultz, der als Spieler aktiver Teil des „Bokal“-Wunders gewesen ist. Seinerzeit krebste der damalige Drittligist St. Pauli am Rande des Existenzminimums und kam vor allem dank des Erreichens des Halbfinals monetär wieder auf die Füße. Aktuell ist die Lage eine andere, wenngleich keiner gesonderten Erwähnung bedarf, dass in Pandemie-Zeiten jeder zusätzliche Cent Gold wert ist.

Timo Schultz will seine St. Pauli-Profis nicht mit der Vergangenheit nerven

Man habe sich damals auf das Sportliche konzentriert, „und so werde ich es jetzt als Trainer und für meine Spieler auch halten“. Der Zaster sei sicherlich ein schöner Nebeneffekt, aber kein zusätzlicher Anreiz. Überhaupt mag er die Saison 2005/06 nicht wieder ausgraben. „Ich will die Jungs nicht damit nerven, wie es früher war.“ Alleine die Spielfläche am Millerntor, die zurzeit für Hamburger Verhältnisse im Januar wirklich „absolut okay“ sei, ließe einen Vergleich gar nicht mehr zu.

Das könnte Sie auch interessieren: Das Ende einer Serie ist nicht der Beginn eines Dramas

„Wenn wir uns an die Spiele von damals erinnern gegen Hertha oder gegen Werder, das hatte ja mit einem Fußballplatz nichts mehr zu tun“, erinnerte sich Schultz. Zudem sei man damals krasser Underdog gewesen, Drittligist, eine Mannschaft, „die nicht wirklich talentiert war, aber einen enormen Willen hatte“. Wenn er dagegen sehe, wie der Verein jetzt aufgestellt ist mit einer Mannschaft, „die kicken kann“, dann möchte er die Situationen nicht mehr miteinander vergleichen. Einzig das Wissen, favorisierte Kontrahenten schlagen zu können, nehme er gerne mit in die Partie.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp