Daniel-Kofi Kyereh
Daniel-Kofi Kyereh
  • Daniel-Kofi Kyereh kam bestens gelaunt zum Trainingsstart des FC St. Pauli.
  • Foto: WITTERS

Saisonstart bei St. Pauli: Schultz hofft noch auf „ein oder zwei“ Neue

Um 16.19 Uhr am Freitagnachmittag hatte das Warten – das gar nicht so lange – ein Ende. Da betraten in Simon Makienok und Christian Viet die ersten Profis des FC St. Pauli den sattgrünen Rasen an der Kollaustraße zur ersten Einheit der Saisonvorbereitung.

Timo Schultz strahlte mit der glühenden Sonne um die Wette. „Ich hatte jetzt über drei Wochen Urlaub, das hatte ich die letzten drei Jahre nicht“, erzählte der Coach. „Ich konnte mich schon erholen, und mir reicht die Zeit auch.“ Der Akku sei aufgeladen, er freue sich, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und habe das Gefühl, das gehe allen so. „Das Kribbeln ist eigentlich fast genauso da, die Vorfreude. Die ist aber auch über das ganze letzte Jahr da gewesen. Auch in den Phasen, als es nicht so gelaufen ist, habe ich mich sehr gefreut, hierher zu kommen.“

Timo Schultz kann seine St. Pauli-Jungs gut einschätzen

Trotzdem ist der Auftakt in seine zweite Saison als Chefcoach auf dem Kiez ein anderer als jener vor einem Jahr. „Damals ist man so ein bisschen ins Ungewisse gestartet, jetzt weiß man, was man hat.“ Er könne die Jungs gut einschätzen, „von ihrem Fitness-Level, ihrer Art und Weise, wie sie ticken auf und neben dem Platz. Da habe ich bei einem Großteil des Kaders einen kleinen Gedankenvorsprung.“

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Was unterm Strich auch dazu beitragen soll, dass Mannschaft und Trainer gemeinsam den nächsten Schritt gehen können. Er wisse zwar, dass viele das nicht mehr hören könnten. „Aber wenn die Entwicklung irgendwann mal zu Ende ist, dann sind wir ganz oben angelangt. Und ich glaube, der Punkt ist noch lange nicht erreicht.“

St. Paulis Trainer hofft noch auf ein, zwei Verstärkungen

Einige Themen lägen auf der Hand, wie die vielen Gegentore, „andere schlummern hier in der Kollau. Alle Kriterien, die wir selbst beeinflussen können, wollen wir erfüllen.“ Natürlich auch mit den vier frischen Verstärkungen Lars Ritzka (SC Verl), Jakov Medic (Wehen Wiesbaden), Etienne Amenyido (VfL Osnabrück) und Nikola Vasilj (Lugansk). „Unsere Neuzugänge passen sehr, sehr gut“, frohlockte der 43-Jährige, „aber hoffentlich werden noch ein oder zwei weitere kommen.“

Trainer Schultz erklärt den Neuzugängen den FC St. Pauli

Die erste Einheit nutzte Schultz, um das neue Quartett erst einmal zu briefen, worauf es in ihrer Zukunft ankommen wird. „Ich habe versucht, sie ein bisschen upzudaten, wie wir hier arbeiten wollen, was unsere Werte sind, wie wir unsere Identität aufgebaut haben innerhalb des letzten Jahres“, erklärte der Trainer. Aber im Grunde sei der erste Tag immer verbunden mit sehr viel organisatorischen Themen. Die Spieler müssten ihren Spind suchen und finden, hätten untereinander auch viel zu brabbeln. „Und dafür“, schloss Schultz, „war das ein anständiges erstes Training.“

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