Der eingewechselte Jackson Irvine ist bedient: St. Pauli verliert in Hannover.
  • Der eingewechselte Jackson Irvine ist bedient: St. Pauli verliert in Hannover.
  • Foto: WITTERS

Rückschlag: St. Paui liefert von allem zu wenig

Die Leistung des FC St. Pauli in Hannover gibt Rätsel auf, besser gesagt: die Nicht-Leistung. Bei der verdienten 0:1-Niederlage gegen den bei Anpfiff noch Tabellenvorletzten lieferten die Kiezkicker ihre schlechteste Saisonleistung ab und verpassten es, sich in der Spitzengruppe festzubeißen. Die Mängelliste ist lang und Trainer Timo Schultz dementsprechend genervt. 

Das Schlimmste an dieser Niederlage war, dass St. Pauli sie sich quasi selbst zugefügt hatte. Die Braun-Weißen verzwergten sich in der HDI-Arena zu einem dankbaren Aufbaugegner für eine zuvor instabile Mannschaft.

St. Pauli-Trainer Schultz nach Hannover-Pleite frustriert

Erschreckend harmlos und fehlerbehaftet präsentierte sich St. Pauli nach der Länderspielpause, entsprechend frustriert war der Coach. Die Tatsache, dass seine Mannschaft auch im dritten Auswärtsspiel und saisonübergreifend zum sechsten Mal in Serie in der Fremde sieglos blieb, erklärte er zur Nebensache.

„Es ist egal, ob Heim oder Auswärts“, grummelte Schultz. „Es nervt, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, weil wir mit einer guten Leistung drei Punkte mitgenommen hätten.”

St. Pauli bleibt in Hannover 90 Minuten weit unter Normalform

St. Pauli war in den 90 Minuten weit unter Normalform geblieben. „Wir waren als Mannschaft nicht gut genug und hatten auch ein paar Spieler dabei, die ihre Leistungsgrenze nicht erreicht haben“, so Schultz. Das war in einigen Fällen noch diplomatisch ausgedrückt.

Die Zahlen sagen nichts Gutes über den Auftritt. 9:15 Torschüsse (2:9 in Halbzeit eins), nur 47 Prozent gewonnene Zweikämpfe (44 in Halbzeit eins). Nach der Pause war es zwar besser geworden, aber eben nicht gut genug, vor allem im Spiel nach vorne.

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„Wir haben nicht die Durchschlagskraft an den Tag gelegt wie sonst“, monierte Schultz. „Das war das größte Manko.“ Der letzte Pass, der vorletzte – sie kamen nicht. Im Strafraum gelang so gut wie gar nichts. Es mangelte an Präzision, an Ideen, Zielstrebigkeit und Mut, um in der Gefahrenzone Chancen zu kreieren.

Besonders ärgerte den Trainer, dass seine Mannen in der Schlussviertelstunde zu oft nicht den direkten Weg in den Strafraum genommen hatten, obwohl das „klar abgesprochen“ gewesen sei. „Wir haben uns nicht an den Plan gehalten. Das hat mich aufgeregt“, erklärte Schultz. „Wir müssen bei der Effektivität, wie wir die Box bespielen, zulegen.“


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Auch bei der Laufleistung. Wie in den beiden Auswärtsspielen zuvor lag der Gegner vorn (115,39:113,77 km). Fatal wirkten sich die ungewohnten Schwächen im Spielaufbau aus. Seine Mannschaft habe „viele Ballverluste selbst verschuldet“, kritisierte Schultz, und damit Hannover zum Gegenangriff eingeladen – so auch vor dem Tor zum 0:1 (39.).

In der Summe zu viele Defizite. Es war von allem, was es braucht, um als Sieger vom Platz zu gehen, zu wenig. „Das“, versprach Schultz, „werden wir gegen Ingolstadt nachholen.“

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