Christopher Buchtmann klatscht beim St. Pauli-Training mit Daniel-Kofi Kyereh und Marvin Knoll ab.
  • Christopher Buchtmann klatscht beim St. Pauli-Training mit Daniel-Kofi Kyereh und Marvin Knoll ab.
  • Foto: WITTERS

Rätselhafte Pause: St. Paulis Buchtmann klärt auf: Darum fehle ich seit 14 Monaten!

Sein 29. Geburtstag liegt schon fünf Tage zurück, das größte Geschenk könnte Christopher Buchtmann aber erst im Mai gemacht werden: Mit einem bisschen Glück und Trainerunterstützung kommt der Mittelfeldmann des FC St. Pauli doch noch in dieser Saison zum Einsatz. Sein Körper gibt inzwischen grünes Licht.

Es war hart mitunter, daraus macht Buchtmann keinen Hehl. „Ich muss ehrlich sagen, es war zwischenzeitlich eine sehr, sehr schwere Zeit, wenn du manchmal nicht weißt, wie es weitergeht und woran es liegt“, gesteht er. Seine Verlobte habe ihm sehr geholfen, „auch meine Eltern, natürlich die Ärzte, die nie aufgegeben haben, und die Leute in der Reha, die immer weiter Zuspruch gegeben haben“.

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Zudem war er immer auch im Austausch mit Sportchef Andreas Bornemann oder Trainer Timo Schultz. Und das über einen nicht enden wollenden Zeitraum. Aber was war es denn jetzt genau, was ihn seit Anfang März des Vorjahrs außer Gefecht gesetzt hat?

St. Paulis Christopher Buchtmann hat schon lange Schmerzen gehabt

„Ich möchte da gar nicht so genau darauf eingehen“, sagt er, um es dann doch zu tun: „Ich hatte schon länger am linken Achillessehnenansatz Probleme, ungefähr ein Jahr lang.“ Das habe schon in der Rückserie unter Markus Kauczinski angefangen. „Aber wenn ich ein bisschen Hackenschmerzen habe, gehe ich nicht aus dem Training raus. Und so habe ich das dann verschleppt.“

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Aus „ein bisschen Schleimbeutel“ wurde eine angerissene Achillessehne, es folgte eine OP. „Da musste dann auch ein Stück Knochen abgefräst werden und all so’n Pipapo, deswegen hat das alles länger gedauert.“ In der Reha habe dann auch noch das Narbengewebe „Stress gemacht“, aber jetzt sei endlich alles wieder in Ordnung.

Buchtmann hat noch kein St. Pauli-Geisterspiel mitgemacht

Man müsse versuchen, immer weiter zu machen, das Positive zu sehen, erklärt Buchtmann. Und wenn man das befolgt, fällt auf: Die Zeit der Geisterspiele ist bislang komplett an ihm vorbeigegangen. „Ich habe ja noch nicht einmal so ein Spiel im komplett leeren Stadion mitgemacht, das kenne ich ja gar nicht“, meint er schmunzelnd. „Für mich ist das alles neu momentan.“

Bei St. Paulis Christopher Buchtmann fand ein Umdenken statt

Gleiches gilt für die Erkenntnisse, die er gewonnen hat. Die Zeit habe ihn schon verändert, das Denken im Kopf, „wie gut du es hast, wenn du fit und beim Training bist. Ich glaube, manche Spieler realisieren das gar nicht, wie viel Spaß das eigentlich macht“. Wenn man alleine sieben, acht Monate in der Reha rumhocke, merke man, „wie sehr dir das fehlt mit dem Fußball, allein schon die Kabine. Da lernst du das richtig zu schätzen, wenn du fit bist“.

Diesem Punkt war Christopher Buchtmann schon lange nicht mehr so nah wie jetzt. Fehlt nur noch das nachträgliche Geburtstagsgeschenk. 

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