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Fabian Hürzeler stemmt die Hände in die Hüfte.
  • Auf St. Paulis Trainer Fabian Hürzeler warten knifflige Kader-Entscheidungen.
  • Foto: WITTERS

Plötzlich muss Hürzeler streichen: Das steckt hinter St. Paulis neuem XXL-Kader

Wächst St. Pauli über sich hinaus? In der Winterpause kamen mit Aljoscha Kemlein und Erik Ahlstrand zwei neue Spieler dazu, seit zwei Wochen sind zudem die beiden Australier Jackson Irvine und Connor Metcalfe von der Asienmeisterschaft zurück. Trainer Fabian Hürzeler hat damit gleich vier Spieler mehr im Kader als Anfang Januar zu Beginn des Trainingslagers in Benidorm.

Sieht man vom langzeitverletzten Scott Banks ab, stehen 23 Feldspieler zur Verfügung, auch wenn Etienne Amenyido zumindest gegen Braunschweig ausfallen dürfte. Selbst Simon Zoller meldete sich auf Mallorca zurück. „Es macht mir persönlich Spaß, wieder mit der Truppe auf dem Platz zu stehen und komplett mit dabei zu sein. Ich freue mich auf alles, was da kommt“, sagte der 32-Jährige gegenüber Vereinsmedien. Es wird knifflig für Hürzeler. Der Spieltagskader bietet Platz für 20 Kicker, also 18 Feldspieler.

St. Pauli-Boss Bornemann rechnet mit „Enttäuschungen“

Andreas Bornemann rechnet mit „ein paar Enttäuschungen mehr für einzelne Spieler”, ist von der Kombination aus Qualität und Quantität aber überzeugt. „Wir sind immer in der Abwägung, wie stark wollen wir uns absichern für alle Eventualitäten?“, erklärt der Sportchef: „Deshalb haben wir uns ganz bewusst aus sportlichen Erwägungen dafür entschieden.”

Die Personalpolitik entspricht der Spielphilosophie von Bornemann und Hürzeler und erklärt in gewisser Weise auch den Trainings-Trip nach Mallorca. Wer auf dem Platz Ballbesitz und Spielkontrolle anstrebt, will auch außerhalb des Rasenrechtecks möglichst wenig dem Zufall überlassen.

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Das Überangebot an Spielern hinterlässt zwar Enttäuschte, dies lässt sich nach Überzeugung der Verantwortlichen aber über die oft beschworene „Bedeutung der Gruppe” kompensieren. Schließlich gibt es für alle Kicker, egal mit wie vielen Einsatzminuten, ein gemeinsames Ziel: Die Zweite Liga so gut zu bestreiten, dass man in der nächsten Saison schlechtestenfalls auf einer Erstliga-Tribüne Platz nehmen muss.

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