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Jackson Irvine, Marcel Hartel, Oladapo Afolayan und Johannes Eggestein jubeln
  • Hatten mal wieder Grund zum Feiern: Jackson Irvine, Marcel Hartel, Oladapo Afolayan und Johannes Eggestein (v.l.)
  • Foto: WITTERS

„Perfekt“: St. Pauli siegt zum dritten Mal in sechs Tagen und distanziert Düsseldorf

Das war ganz große Klasse. Im dritten Spiel der Englischen Woche hat der FC St. Pauli den dritten Sieg in Serie gefeiert. Im Topspiel der beiden formstärksten Teams der Liga zeigten die Kiezkicker eine beeindruckende Leistung, schlugen den zuvor sieben Spiele unbesiegten Aufsteiger SV Elversberg hochverdient mit 2:0 (2:0) und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf Düsseldorf, das Wiesbaden 1:3 (0:3) unterlag, vorerst auf fünf Punkte aus.

Schwere Beine, leichtes Herz. Der Kapitän strahlte übers ganze Gesicht. „Das ist das perfekte Ende einer fantastischen Woche für uns“, schwärmte Jackson Irvine nach dem siebten Saisonsieg seiner Mannen, die seit nunmehr 18 Pflichtspielen in Folge unbesiegt sind. „Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs.“

St. Pauli feiert drei Siege in sechs Tagen

Der dritte Sieg innerhalb von sechs Tagen nach dem 2:1 gegen Karlsruhe in der Liga und dem 2:1 nach Verlängerung gegen Schalke im Pokal war der souveränste. „Wir wollten unbedingt zu Null spielen“, sagte der seit Wochen überragende Marcel Hartel, der das 2:0 erzielt hatte.

Trainer Fabian Hürzeler war „sehr zufrieden mit dem Ergebnis und größtenteils auch mit der Leistung“, monierte aber, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit die herausgespielten Chancen nicht für weitere Tore genutzt hatte.

Hürzeler wechselt sechsmal im Vergleich zum Pokalspiel gegen Schalke

Im Vergleich zum Pokalspiel gegen Schalke hatte Hürzeler eine auf sechs Positionen veränderte Startelf ins Rennen geschickt. Nikola Vasilj kehrte ins Tor zurück, in der Dreierkette spielte nach dem erwarteten Ausfall von Eric Smith (Adduktorenprobleme) Adam Dzwigala. Außerdem kehrten Manolis Saliakas, Oladapo Afolayan, Connor Metcalfe und Torjäger Johannes Eggestein in die Startformation zurück. 

Bei frischen sechs Grad im mit 10.150 Zuschauenden ausverkauften Stadion an der Kaiserlinde begannen beide Mannschaften kontrolliert, was eine ereignisarme Anfangsviertelstunde zur Folge hatte.

Das änderte sich schlagartig. Nach einer Hartel-Ecke köpfte der im Rückraum des Sechzehners lauernde und ungedeckte Johannes Eggestein aus dem Stand ebenso wuchtig wie platziert zum 1:0 für die Gäste ein (16.). Es war fast eine Kopie seines Treffers zum 1:1 beim 2:2 in Paderborn.

St. Pauli kontrolliert das Spiel, dominiert den Gegner

Endlich wieder eine Führung für die „Boys in Brown“ nach zuletzt drei Spielen mit Rückstand. Prädikat „besonders wertvoll“ angesichts des 120-minütigen Pokal-Kraftakts am Dienstag.

Der seit Wochen grandios aufspielende Hartel war es, der mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze für das 2:0 sorgte (31.), nachdem Elversbergs Torhüter Kristof einige Minuten zuvor einen Flugkopfball von Eggestein an den Pfosten gelenkt hatte (26.).

St. Pauli kontrollierte das Spiel, dominierte den Gegner, der keinen Zugriff bekam und im ersten Durchgang ratlos und phasenweise verzweifelt schien. 

Vasilj pariert gut gegen Feil

Zur zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber erwartungsgemäß mit mehr Dampf aus der Kabine, aber die Kiezkicker hatten das Spiel weiterhin unter Kontrolle, arbeiteten konsequent und hochkonzentriert gegen den Ball, ließen nichts anbrennen. Die einzige große Chance der Saarländer war ein Kopfball von Feil, den der gute Vasilj entschärfte (81.).

Die Braun-Weißen hätten sogar noch höher gewinnen können, doch Afolayan (68.) und der eingewechselte Etienne Amenyido (84.) trafen mit ihren Schüssen nur die Latte.

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Jetzt haben die Hamburger etwas Zeit, die Akkus aufzuladen. Das nächste Spiel steigt am Freitag gegen Hannover. Am Wochenende darf die Mannschaft genießen. Sie hat es sich mehr als verdient.

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