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Eric Smith im Zweikampf
  • 2021 erreichten Eric Smith und St. Pauli im Test gegen Hertha am Millerntor ein 2:2.
  • Foto: WITTERS

Nach zwölf Partien ohne Niederlage: Wie St. Pauli in Berlin bestehen will

Das Dutzend haben sie bereits vollgemacht, Nummer 13 wird mal wieder zu einer hohen Hürde: Der seit Ende April in zwölf aufeinander folgenden Partien ungeschlagene FC St. Pauli will nach zuletzt Schalke nun mit Hertha BSC auch dem zweiten Erstliga-Absteiger das Fürchten lehren.

Wie schon vor Wochenfrist erwartet Fabian Hürzeler einen Kontrahenten mit „hoher individueller Qualität“, der sich nach zuletzt zwei Siegen hintereinander zudem im Aufwind befindet. „Am Anfang war es eine neu zusammengewürfelte Truppe, sie haben erst mal Zeit gebraucht, sich zu finden“, urteilt der Kiezklub-Coach. „Jetzt habe ich schon den Eindruck aus der Ferne, dass sie sich gefunden haben. Man hat in den letzten Spielen gesehen, dass sie kompakter agieren und nicht mehr ganz so viele Torschüsse des Gegners zulassen.“

Hürzeler warnt vor Herthas Offensive

Und dass die Berliner über offensives Potenzial verfügen, mit dem sie den Hamburgern Schmerzen zufügen können, wenn die denn ihre zuletzt gezeigten Nachlässigkeiten nicht abstellen. „Was mir nicht gefallen hat, sind genau die Themen, die Hertha gut macht“, erklärt Hürzeler. Mit ihren Außenbahnspielern Reese und Winkler hätten die Hauptstädter Akteure „mit Speed, um so hinter die Kette zu kommen. Da waren wir gegen Schalke auch unaufmerksam, weil wir vorne keinen Balldruck bekommen und hinten auf das Verhalten unserer Offensivspieler nicht reagiert, nicht die Tiefe gesichert haben“.

Das zweite Thema sei das Spiel auf den zweiten Ball. „Wenn Schalke mal lange Bälle gespielt hat auf Zielspieler Polter, waren wir größtenteils da. Aber wenn wir da mal einen zweiten Ball verloren haben, konnten sie das Spiel aufbauen.“ Das seien Themen, an denen es zu arbeiten gelte, „weil uns das auch gegen Hertha erwartet“.

St. Pauli-Trainer lobt den Teamgeist

Andererseits gibt es natürlich auch etliche Aspekte, die Hürzeler positiv nach vorne schauen lassen. „Was mir gefallen hat gegen Schalke war, dass wir in jeder Spielphase versucht haben Fußball zu spielen“, lobt er. „Auch wenn es hektisch wurde, auch wenn Stress erzeugt wurde, auch in Spielphasen, in denen wir nicht immer optimal drin waren. Da haben wir weiter an unsere Stärke geglaubt.“ Ein Punkt, der auch im Olympiastadion wichtig sein werde. „Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Hertha versuchen wird, uns zu stressen.“

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Und der 30-Jährige gibt sich optimistisch, dass seine Truppe dazu in der Lage sein wird. Zumal er – wie schon diverse Profis in den vergangenen Wochen – betont, dass sich längst eine Einheit in Braun-Weiß formiert hat. „Wir haben in den schlechten Phasen gegen Schalke gezeigt, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Mit Körpersprache, mit Gestik, mit Mimik“, frohlockt Hürzeler, dem selbst vor einem möglichen ersten Rückstand in dieser Saison nicht bange ist. So etwas gehöre einfach zum Fußball dazu, und die Antwort solle genauso ausfallen wie gegen Schalke, „als wir ein Gegentor aus dem Nichts bekommen haben. Dann kommt es darauf an, dass du diesen Widerstand begrüßt, weiter Fußball spielst, weiter mutig bist und bei dir bleibst“.

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