Finn Ole Becker vom FC St. Pauli
Finn Ole Becker vom FC St. Pauli
  • Schwierige Zeiten für Finn Ole Becker. Bei St. Pauli spielt er derzeit kaum eine Rolle, bei der deutschen U21 gar keine.
  • Foto: WITTERS

Knick: Becker bei St. Pauli und beim DFB hinten dran

Die Tatsache, dass Finn Ole Becker auch in dieser Länderspielpause nicht zur deutschen U21-Nationalmannschaft gehört, ist ein weiterer Dämpfer für den talentierten Mittelfeldspieler, aber logische Konsequenz seiner Reservistenrolle bei St. Pauli.

Es grenzt an bittere Ironie, dass er stattdessen am Wochenende für die U23 des Kiezklubs debütiert hat. Keine Degradierung, wie Trainer Timo Schultz vehement betonte. Dennoch ein weiterer Beleg dafür, dass es für Becker derzeit alles andere als rund läuft.

Wie schon im Oktober verzichtete U21-Coach Antonio Di Salvo auch vor den anstehenden EM-Qualifikationsspielen gegen Lettland und Israel auf Becker – und nominierte ihn auch nach mehreren Absagen (noch) nicht nach. Ein deutliches Signal an St. Paulis Eigengewächs, das im September 2021 unter Di Salvos Vorgänger Stefan Kuntz in der U21 des DFB debütiert hatte.

St. Paulis Becker nicht für DFB-Auswahl nominiert

Die Nichtnominierung für die U21 kam nicht überraschend, Beckers Einsatz bei St. Paulis Reserve  gegen den HSC Hannover (1:2) in der Regionalliga Nord am Samstag dagegen schon.

„Ich weiß, dass das für ihn eine außergewöhnliche Situation ist”, hatte Schultz über Beckers Nominierung für die eigene U23 kurz nach dem Sieg der Profis gegen Heidenheim gesagt. Aber bei der Maßnahme ginge es allein darum, Spielpraxis zu sammeln, „90 Minuten auf dem Platz zu stehen in einem Wettkampfspiel.“ 90 Minuten absolvierte Becker zuletzt am 30. Oktober in Bremen und seinen letzten Startelf-Einsatz hatte er beim 0:3 gegen Hannover vor einem Monat. In den letzten beiden Spielen wurde er nicht einmal eingewechselt.


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Die Bekanntgabe seines Abschieds im Sommer und Wechsel zu Bundesligist Hoffenheim Ende Januar hatte nicht die erhoffte befreiende und leistungsfördernde Wirkung. 2022 ist bislang Knick statt Kick für die zwischenzeitlich steile Karriere. Schultz glaubt weiter an Becker. Er sei sich sich „sicher, dass wir noch einen richtig guten Finn Ole Becker brauchen und erleben werden und dass er noch ein Faktor für uns wird.“ Das hatte Schultz vor ein paar Wochen schon mal gesagt.

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Eine neue Chance für Becker könnte sich jetzt durch die Corona-Infektion von Jackson Irvine bieten, der möglicherweise nicht rechtzeitig zum Auswärtsspiel in Rostock (2. April) wieder fit ist. Vor diesem Hintergrund ergibt Beckers U23-Einsatz, der vor Irvines Positiv-Test beschlossen wurde, noch mehr Sinn.

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