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Jackson Irvine im Kopfballduell mit Tim Kleindienst
  • Hohe Intensität, Körperlichkeit und Fitness: Der FC St. Pauli (r. Jackson Irvine) will sich in der Bundesliga am Weg von Tim Kleindienst und Heidenheim orientieren.
  • Foto: WITTERS

Kick it like Heidenheim: Wie sich St. Pauli in der Bundesliga etablieren will

Sie haben es geschafft, und das gilt es gebührend zu genießen. Aber natürlich geht der Blick beim FC St. Pauli schon nach vorne, fokussiert darauf, wie man sich nicht nur für die nächste Saison, sondern auf Dauer in der Bundesliga etablieren kann. Und es gibt einen Klub, an dem man sich zu orientieren versuchen wird.

„Kick it like Heidenheim“ lautet das Motto der Zukunft. Freilich nicht im Detail, dafür sind manche Herangehensweisen zu unterschiedlich, aber als große Überschrift. „Heidenheim“, sagt zum Beispiel Coach Fabian Hürzeler, „beherrscht bestimmte Elemente des Spiels sehr gut.“ Das war im Unterhaus so und hat sich in der Debüt-Spielzeit im Oberhaus fortgesetzt. Wie der Gegner bearbeitet wird zum Beispiel, „dass sie immer in der Lage sind, ein Tor zu schießen, dass sie extrem stark bei Standards sind“.

Analog zu Heidenheim ist St. Pauli bei Standards stark

Letzteres gilt auch für die Hamburger und soll auch so bleiben. „Das ist ein Element, das in der Bundesliga einfach auch für uns sehr wichtig sein wird“, erklärte Hürzeler. „Also die Standardgefahren zu erhöhen beziehungsweise auch die defensive Stabilität bei Standards beizubehalten und dann einfach auch diese Kompaktheit gegen den Ball zu haben. Gut gegen den Ball zu arbeiten, persönliche Duelle zu gewinnen. Das wird auf jeden Fall auch für uns entscheidend sein.“

Ein anderer Punkt ist die Kaderzusammenstellung. Analog der Truppe von Trainer Frank Schmidt wird auch St. Pauli vor allem mit dem Aufgebot an den Start gehen, das den Sprung in die Beletage geschafft hat. „Wir würden uns gern Heidenheim als Beispiel nehmen“, räumte Sportchef Andreas Bornemann freimütig ein. Dies betrifft auch die Auswahl der gewünschten Verstärkungen.

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Ein Benedikt Gimber zum Beispiel war gerade mit Regensburg aus der 2. Liga abgestiegen, als Heidenheim ihn für die Bundesliga holte. „Ein Eren Dinkci hatte in Bremen auch noch keine Bäume ausgerissen“, ergänzte Bornemann, „und die spielen eine sagenhafte Saison“. Daran könne man erkennen, wie sinnvoll es sein kann „etwas Gewachsenes, etwas, das funktioniert“, nicht nur aufgrund einer höheren Spielklasse auseinanderzureißen. „Da wollen wir versuchen, es Heidenheim nachzumachen.“

Dazu kommt das Element Fitness. Analog zu Heidenheim in der Vorsaison liegt St. Pauli in vielen diesbezüglichen Parametern vorn in der 2. Liga, und das müsse nicht nur auf diesem Niveau bleiben, sondern sich möglichst noch verbessern. „Die Wucht, die Intensität wird nochmal einen höheren Anspruch an die Athletik stellen in der Bundesliga“, sagte Bornemann und schwärmte vom „System Frank Schmidt“: „Wie die arbeiten, vom Torwarttrainer bis hin zum Staff, ist so aufeinander abgestimmt, dass die Steuerung passt. Die machen eine brutale Vorbereitung.“

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