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Scott Banks und Aljoscha Kemlein bei der Aufstiegsparty
  • Aljoscha Kemlien (r., hier mit Scott Banks) feierte mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga.
  • Foto: WITTERS

Kemlein-Klemme: Aufstieg mit St. Pauli, Abstieg mit Union? So geht’s weiter

In der vergangenen Winterpause tätigte der FC St. Pauli exakt einen Transfer – und der war ein Volltreffer. Die Leihe von Aljoscha Kemlein vom 1. FC Union Berlin entpuppte sich vom ersten Tag an als goldener Griff, der gerade einmal 19-Jährige hatte entscheidenden Anteil am Aufstieg. Nach Saisonende kehrt er zunächst zurück zu den Eisernen, aber wie wird es dann mit ihm weitergehen? Zurzeit scheint noch alles offen.

Zumal die Ligazugehörigkeit von Kemleins Stammklub noch völlig offen ist. Nicht auszuschließen, dass er mit St. Pauli auf- und zeitgleich Union absteigt. „Wenn deren Saison gelaufen ist, werden wir sicherlich das Gespräch suchen“, sagte Andreas Bornemann und verwies auf einige weitere offene Fragen: Wer wird neuer Coach an der Alten Försterei, wie sehen die Köpenicker selbst die Entwicklung von Kemlein, haben sie eigene Ideen mit ihm?

Aljoscha Kemlein fühlt sich bei St. Pauli superwohl

Unstrittig hingegen ist: „Die Sache mit ihm ist sehr gut aufgegangen, keine Frage“, urteilte St. Paulis Sportchef. „Aber weil es funktioniert hat, ist er jetzt vielleicht auch wieder eine Option bei seinem Stammverein. Das macht es vielleicht schwieriger für uns, aber deswegen haben wir es uns natürlich trotzdem nicht gewünscht, dass es nicht funktioniert.“

Der Spieler selbst – auch das war zu jeder Sekunde zu spüren – war und ist glücklich auf dem Kiez. „Klar sagt er: Super, ich fühle mich total wohl, vom ersten Tag an war ich begeistert, auch weil ich euch hab Fußball spielen sehen“, sagte Bornemann. Wichtig sei zudem gewesen, „dass der Trainer ihn gepackt kriegt, ihm sagt: Das kannst, das kannst du nicht, da musst du dich verbessern“.

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Entsprechend wird sich St. Pauli mühen, den Youngster bei sich zu behalten. „Wir werden sicher einen neuen Anlauf nehmen“, unterstrich Bornemann. Einerseits sei eine Kemlein-Zukunft in Braun-Weiß „denk- und vorstellbar, auf der anderen Seite wird er nicht seinem Heimverein – er ist ja bei Union groß geworden – die kalte Schulter zeigen und sagen, er kommt nicht mehr zurück“.

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