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Fabian Hürzeler, Marco Knoop und Peter Nemeth vor einem Spiel
  • Während Marco Knoop (M.) mit Fabian Hürzeler (l.) nach Brighton gehen wird, bleibt Peter Nemeth dem FC St. Pauli erhalten.
  • Foto: imago/Claus Bergmann

Einer wird noch gehen, einer bleibt: St. Pauli sehnt Ende des Hürzeler-Themas herbei

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für alle, die es mit dem FC St. Pauli halten. Die schlechte vorweg: Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Kiezklub einen weiteren Abgang bekanntmachen wird. Die gute: Das war es dann auch in Sachen Aderlass im nunmehr zwölf Tage anhaltenden Wechseltheater um Ex-Coach Fabian Hürzeler.

Die Mühlen der Behörden mahlen überall auf dem Planeten nicht eben im Eiltempo. England macht da keine Ausnahme, und so wartet man im Grunde nur noch auf Papierkram, um den zweiten Menschen aus dem Trainerteam gen Brighton & Hove Albion zu verabschieden. Sobald die Arbeitsgenehmigung vorliegt, wird Torwartcoach Marco Knoop nach MOPO-Informationen Cheftrainer Hürzeler zu den Seagulls folgen.

St. Pauli wird auch Torwartcoach Marco Knoop verlieren

Der 45-Jährige hatte als letzter aus dem gesamten Staff- und Funktionsteam beim Zweitliga-Meister verlängert, wenige Wochen ist das erst alt. Nun aber lockt Hürzeler den Mann, der das Torwarttraining beim Kiezklub auf ein anderes Level gehoben und großen Anteil an der Entwicklung von Nikola Vasilj hat, auf die Insel. Auch er ist ein Verlust für die Hamburger.

Immerhin: Es wird der letzte bleiben, zumindest in Zusammenhang mit Hürzeler. Co-Trainer Peter Nemeth, eine Art Papa der Kompanie und in der Mannschaft mit einem grandiosen Standing, hätte Hürzeler wohl auch gern losgeeist. Aber der Slowake hatte sich dem Vernehmen nach schnell dagegen und für einen Verbleib an der Elbe entschieden. Unabhängig davon, wer denn wohl sein nächster Vorgesetzter sein wird.

St. Pauli bastelt im Hintergrund an Lösungen

Diesbezüglich gibt es keine neuen Erkenntnisse. Jedenfalls keine, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Dass Sportchef Andreas Bornemann, der übrigens auch Knoop vor zwei Jahren zum Kiezklub geholt hatte, im Hintergrund an einer möglichst schnellen Lösung bastelt, bedarf keiner gesonderten Erwähnung. Dass er dies mit der gebotenen Sorgfalt und Akribie tut, ohne in Aktionismus zu verfallen, ist auch klar. Gleiches gilt für die Suche nach Neuzugängen, die natürlich einfacher fiele, wenn Bornemann den Profis der Begierde sicher sagen könnte, mit welchem Übungsleiter sie es fortan zu tun bekommen sollen.

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Was den bestehenden Kader angeht, so halten sich hartnäckig Gerüchte, Hürzeler hätte auch bei einigen Spielern vorgefühlt, ob sie ihn nicht nach Brighton begleiten mögen. Derlei Geschichten sind allerdings mit großer Vorsicht zu genießen, beim FC St. Pauli weiß man jedenfalls nichts davon. Und erfahrungsgemäß würde es ein Verein schon mitbekommen, wenn eigenen Profis der Sinn nach Tapetenwechsel steht.

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