April 2005 in der Regionalliga Nord: Timo Schultz bejubelt seinen Doppelpack im Spiel gegen Werder Bremens Zweitvertretung. 
  • April 2005 in der Regionalliga Nord: Timo Schultz bejubelt seinen Doppelpack im Spiel gegen Werder Bremens Zweitvertretung. 
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„Ein positiv Verrückter“: In Kiel war „Schulle“ Torjäger – sein Trainer erinnert sich

Manchmal holt einen die Vergangenheit ein. Mal ist das schön, mal weniger. In diesem Fall ist die Erinnerung allerdings alles andere als schauerlich. Timo Schultz trifft am Freitag mit St. Pauli auf Holstein Kiel. Dort, bei der KSV, brachte er selbst zwei Jahre zu, die zumindest in einer Kategorie sportlich höchst erfolgreich waren. Sein damaliger Trainer erinnert sich überaus gern an den jungen Timo Schultz. 

Von 2003 bis 2005, direkt vor seiner Zeit bei St. Pauli, trug er das Trikot der „Störche“, die damals eher durch die Niederungen des norddeutschen Fußballs wateten, statt – wie heute – um den Bundesliga-Aufstieg zu spielen.

Timo Schultz traf für Kiel wie am Fließband

Die Mehrheit seiner Auftritte (44 Spiele, vier Treffer) hatte der heute 43-jährige St. Pauli-Chefcoach für die erste, die Regionalliga-Mannschaft der Kieler, seine meisten Toren schoss er aber in der Zweitvertretung in der Oberliga: 14 Buden in 31 Spielen. Eine beachtliche Quote für einen Mittelfeldmann. 

Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner im Herbst 2017 beim Regionalligaspiel mit Eutin gegen den HSV II.

Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner im Herbst 2017 beim Regionalligaspiel mit Eutin gegen den HSV II 

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imago/Michael Schwarz

Sein Trainer damals: Hans-Friedrich, genannt „Mecki“, Brunner. „Timo wurde damals aus dem Ligakader zu uns versetzt“, erinnert sich der 60-Jährige, seit dieser Woche pensionierter Polizist. „Das war natürlich für Timo nicht ganz so einfach. Er ist damit aber sehr professionell umgegangen. Timo hat sich nie hängen lassen, ist immer vorangegangen und war ein Vorzeige-Athlet für die Jungen, die aus der A-Jugend gekommen sind. Er war ein Motivator, ein positiv Verrückter. Der kam selten bocklos zum Training“, berichtet Brunner, der selbst eine braun-weiße Vergangenheit hat. 

„Mecki“ Brunner spielte mit Frosch und Philipkowski bei St. Pauli

In der Saison 1980/81 holte er, in einem Team mit Walter Frosch und Joachim Philipkowski, die Meisterschaft in der Oberliga Nord.

Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner (2. Reihe von oben, 4. v. l.) im Juli 1980 bei St. Pauli

Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner (2. Reihe von oben, 4. v. l.) im Juli 1980 bei St. Pauli 

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„Wir durften aber nicht aufsteigen“, erinnert sich Brunner, der anschließend den Karriereweg Polizist statt Fußball-Profi einschlug. 

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Dass es ihm sein früherer Schützling gleichgetan hat und auch Trainer geworden ist, „kam nicht überraschend“, sagt Brunner. „Ich habe ihn damals schon in meine Personalfragen eingebunden. Wir haben uns immer ausgetauscht, auch mal beim Essen nach dem Spiel. Da konnte ich mir schon denken, dass er mal auf die Trainer-Schiene kommt.“

„Mecki“ Brunner lag richtig. 

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