• Aaron-Wan Bissaka jubelt schon wie zu alten Zeiten von Manchester United
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Europacup-Finale gegen Villarreal: Manchester United will wie in alten Zeiten jubeln

Kaum ein Name ist so eng mit den glorreichen Tagen Manchester Uniteds verknüpft wie der von Ole Gunnar Solskjaer. Schließlich sammelte der Norweger als Spieler Titel en masse, er fügte dem FC Bayern im Champions-League-Finale 1999 auch die „Mutter aller Niederlagen“ zu.

Doch seit Solskjaer die Red Devils 2018 als Team-Manager übernahm, herrscht Ebbe im Trophäenschrank des stolzen Weltklubs – das soll sich im Finale der Europa League endlich wieder ändern.

Europa League: Villarreal will Manchester United ein Bein stellen

Dabei geht es für United am Mittwoch (21Uhr/Nitro und DAZN) gegen den Außenseiter FC Villarreal nicht nur um einen Titel. Nein, Solskjaer will direkt den Beginn einer neuen Ära voll Glanz und Gloria einläuten. „Es ist ein Schritt auf dem Weg, unser United zurückzubringen“, sagt der 48-Jährige.

Das United, das in den 1990er- und 2000er-Jahren unter Sir Alex Ferguson als unersättlicher Titelsammler berüchtigt war. Vor bis zu 9500 Zuschauern in Danzig soll der erste Schritt zurück zu diesem Selbstverständnis gelingen. „Eine Trophäe zu gewinnen, kann dir den Glauben schenken, und es kann dich auch hungrig nach mehr machen“, skizziert Solskjaer: „Wenn man etwas gewinnt, will man einfach mehr gewinnen, man will immer wieder das Gefühl haben, eine Trophäe zu gewinnen.“

Manchester United will endlich seine Durststrecke beenden

Dieses Gefühl ist den Red Devils abhanden gekommen. Die bislang letzten Trophäen sammelte 2017 Jose Mourinho mit dem Gewinn der Europa League und des Ligapokals. Seither herrscht eine Durststrecke, wie sie der verwöhnte Klub seit Ende der 1980er-Jahre nicht mehr erlebt hat.

Auch Marcus Rashford weiß daher um die besondere Bedeutung dieses Finals. „Dieses Spiel ist für uns wichtig. Wir sind so nahe daran, als Team in jeder Saison wieder Titel gewinnen zu können“, sagt der englische Nationalstürmer: „Vielleicht gibt uns die Europa League den Push, den wir noch brauchen.“

In der Premier League hat Lokalrivale Manchester City die Nase vorn

Der Trend zeigt schon deutlich nach oben. Nach einem krassen Fehlstart in der Premier League und dem Aus in der Gruppenphase der Champions League fing sich Manchester wieder, blieb in der Liga auswärts die gesamte Saison ungeschlagen und landete auf dem zweiten Platz hinter dem Stadtrivalen City. Aber ein Titel fehlt eben noch.

Europa League: Außenseiter Villarreal schwört auf Trainer Emery

Doch so sehr Villarreal auf dem Papier Underdog sein mag – United sollte gewarnt sein. Denn nicht nur schalteten die Spanier im Halbfinale den FC Arsenal aus und verhinderten damit ein rein englisches Finale wie in der Champions League zwischen Manchester City und dem FC Chelsea. Villarreal hat auch den Europa-League-Experten schlechthin in seinen Reihen.

Schließlich hat Trainer Unai Emery diesen 15 Kilo schweren Pokal mit dem FC Sevilla schon dreimal gewonnen, insgesamt bestreitet der 49-Jährige schon sein fünftes Endspiel der Europa League. Und Emery kann ein besonders heißes Team ins Rennen schicken – schließlich brennt Villarreal auf den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte überhaupt.

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„Villarreal ist so oft im Halbfinale ausgeschieden, aber jetzt haben wir es endlich geschafft“, sagt Verteidiger Pau Torres: „Es ist eine historische Chance für uns.“

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