Youssoufa Moukoko bei einem Jugendspiel für den FC St. Pauli
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Er wurde gerade 16: Jahrhundert-Talent von St. Pauli steht vor Bundesliga-Debüt

Mit 16 darf man in Deutschland Gabelstapler fahren, den Sportbootführerschein machen, Pils oder Prosecco trinken, seinen Personalausweis abholen und eigentlich auch bis Mitternacht in Kneipen abhängen. Oder Bundesliga spielen. Youssoufa Moukoko wird am Freitag 16. Herzlichen Glückwunsch!

Das Dortmunder Super-Talent könnte am Samstag seine Bundesliga-Premiere feiern, wenn die Borussia bei Hertha BSC Berlin antritt. „Ich habe im meinem Leben keinen so guten 15-Jährigen gesehen“, staunte sein potenzieller Sturmkollege Erling Haaland, der selbst erst 20 und auf dem Weg zur Weltklasse ist.

Manche sehen in Moukoko schon den neuen Messi

In den Junioren-Bundesligen schoss Moukoko alles kurz und klein, erzielte in 79 Spielen sagenhafte 134 Tore. „So einem Talent begegnet man nicht so oft“, urteilte Bundestrainer Joachim Löw bereits. Manche sehen in dem Teenager sogar einen neuen Lionel Messi.

Die große Nachwuchshoffnung gibt sich bei all den Vorschusslorbeeren gelassen. „Was geschrieben wird, lese ich, aber ich mache mir keinen Druck“, sagt Moukoko, der bei der Borussia die Rückennummer 18 trägt: „Ich folge nur meinem Weg.“

2014 begann Teenie-Torjäger Moukoko beim FC St. Pauli

Sein Weg führte ihn vor sechs Jahren von Kameruns Hauptstadt Yaoundé nach Hamburg, wo sein Vater bereits lebte. Im Oktober 2014 betrat der Neunjährige das Trainingsgelände des FC St. Pauli am Brummerskamp und schoss fortan in der braun-weißen D-Jugend Treffer um Treffer – bis der Kiezklub ihn genauso wenig halten konnte wie gegnerische Verteidiger.

2016 holten ihn die Dortmunder in ihr Nachwuchszentrum, wo Moukoko oft schon um 7 Uhr morgens im Kraftraum anzutreffen ist. „Er hat sich nie auf sein Talent verlassen, sondern sich jedes Jahr weiterentwickelt“, bilanziert Jugendkoordinator Lars Ricken: „Er hat es sich seine Chance einfach verdient.“

Moukoko wäre der jüngste Bundesliga-Spieler aller Zeiten

Als jüngster Bundesliga-Spieler würde er den Dortmunder Nuri Sahin, der bei seinem Debüt 2005 genau elf Monate älter war als Moukoko am Samstag. „Wir müssen ihm die nötige Ruhe und Zeit geben“, trat Borussias Lizenspieler-Chef Sebastian Kehl allerdings auf die Euphoriebremse.

Moukoko jubelt gegen Schalke

Moukoko jubelt im Jugend-Revierderby: Tore gegen Schalke machen auch mit 15 Spaß

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imago images/Team 2

Den Wirbel dürfte das kaum stoppen. Auf Instagram hat der Teenie-Torjäger bereits 750 000 Follower, die Moukokos Reaktion auf Beleidigungen von Schalke-Fans im Jugend-Derby lasen: „Sport sollte uns verbinden und Spaß machen, keine Grenzen wischen uns setzen.“

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Auf dem Platz hatte er mit drei Toren zum 3:2-Sieg ohnehin schon die passende Antwort gegeben. Und so fürchtet auch Hertha-Coach Bruno Labbadia vor der Bundesliga-Begegnung am Samstag: „Er weiß einfach, wo das Tor steht. Und dann ist es egal, ob du erst 16 bist oder 35.“

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