• Seit Juni 2019 war Thorsten Fink Trainer bei Vissel Kobe. Nun kehrt er aus Japan nach Deutschland zurück.
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Entschluss aus Liebe: Darum verlässt Ex-HSV-Trainer Thorsten Fink Japan

Der Abschied fällt ihm nicht leicht. Am Samstag endet für Thorsten Fink ein gewaltiges Kapitel, dann fliegt der Ex-HSV-Trainer von Japan zurück nach München. Nach rund 15 Monaten als Trainer bei Vissel Kobe bat Fink Anfang der Woche um die Auflösung seines Vertrages. Ein Entschluss aus Liebe – Fink will zurück zu seiner Familie, die er aufgrund der Corona-Pandemie seit neun Monaten nicht mehr gesehen hat.

Er fliegt mit einer Träne im Kopfloch, daraus macht Fink kein Hehl, als die MOPO ihn erreicht. „Es war eine fantastische Zeit, wir waren bei Vissel Kobe eine Einheit“, erklärt der 52-Jährige, der mit seinem Klub den Kaiserpokal und den Supercup gewann – die beiden ersten Titel der Vereinsgeschichte. „Unser Saisonstart war jetzt natürlich nicht so gut. Aber der Grund, warum ich den Verein darum gebeten habe, uns zu trennen, ist meine Familie. Es ging nicht mehr.“

Thorsten Fink

Die Fans von Vissel Kobe bedankten sich via Instagram bei Thorsten Fink, der ihnen zwei Titelgewinne schenkte.

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Ex-HSV-Trainer: Darum Thorsten Fink Japan

Fink wollte unbedingt zurück nach Deutschland. „Durch Corona habe ich meine Familie neun Monate lang nicht gesehen, ich konnte ja nicht nach Deutschland“, erzählt er. Eine Situation, unter der vor allem seine Söhne Benedict und Julius litten. „Sie sind 14 und 15 Jahre alt, mitten in der Pubertät“, so der Trainer. „Sie brauchen jetzt ihren Vater. Das steht, bei allem Sportlichen, über allem. Am Ende ist die Zeit, die man so eng als Familie verbringen kann, ja auch begrenzt.“ Getrieben wurde Fink auch durch die Angst einer erneuten Verschlimmerung der Corona-Lage: „Was, wenn ich denn wieder nicht würde reisen können?“

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Nun der Schlussstrich. Und Trauer beiderseits. Bei den Vissel-Fans ist Fink dank der beiden Titelgewinne trotz des Rumpelstarts in die neue Saison (Kobe ist nach 20 Partien Elfter von 18 Teams) zur Legende geworden. „Es war toll“, sagt der Ex-HSV-Coach (2011 bis 2013). „Fans, Stadion, der Verein. Ich durfte Topstars wie Andrés Iniesta oder Lukas Podolski trainieren und Titel gewinnen. Aber nun ist es Zeit, neue Wege zu gehen.“ Seine Familie wird sich freuen.

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