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Deutschlands Nationalspieler verabschieden sich nach dem EM-Aus gegen Spanien von ihren Fans.
  • Deutschlands Nationalspieler verabschieden sich nach dem EM-Aus gegen Spanien von ihren Fans.
  • Foto: Imago/Ulmer

Nach Abschied von Kroos: Spielen drei weitere Stars nie mehr für Deutschland?

Wie geht es nach dem EM-Aus mit den Routiniers des DFB-Teams weiter? Diese Frage stellen sich die Fans, seit Deutschlands Nationalteam am Freitag durch das 1:2 nach Verlängerung gegen Spanien die Segel streichen musste. Toni Kroos‘ Karriereende steht nach dem K.o. im Viertelfinale bereits fest, auch die Zukunft der Routiniers Thomas Müller, Manuel Neuer und Ilkay Gündogan ist fraglich. Vor allem in Sachen Müller deutet vieles auf eine rasche Entscheidung hin. In den sozialen Medien wandte sich der Bayern-Star mit emotionalen Worten an die Fans, ehe er sich in den Urlaub verabschiedete.

Er konnte die Tränen nach dem Aus nicht mehr aufhalten. Als sich Müller auf dem Rasen der Stuttgarter Arena für die Unterstützung der Fans bedankte und ins Publikum winkte, weinte er. So, wie auch schon 2018, nach dem frühen WM-Aus in Russland. Der Unterschied: Damals waren es Tränen der Bitterkeit, diesmal des Stolzes und der Wehmut.

DFB-Star Müller ist „stolz, ein Deutscher zu sein“

„Ich bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein und vor allem stolz, ein Deutscher zu sein“, ließ Müller via Instagram wissen. „Danke an alle, die mit uns mitgefiebert haben und tolle Gastgeber waren. Lasst uns dieses Gefühl gerade in den aktuellen Zeiten mit in unseren Alltag nehmen.“

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Einen Hinweis darauf, wie und ob es überhaupt mit Müller im DFB-Dress weitergeht, lieferte der 34-Jährige mit diesem Post noch nicht. Doch erwartet wird, dass sich der Weltmeister von 2014 nach ein paar Tagen Abstand zu seiner Zukunft äußern und seinen Rücktritt erklären wird.

DFB-Keeper Neuer überrascht nach dem EM-Aus

Kroos hört komplett auf, Müller wohl im Nationalteam – und was wird aus Neuer, dem dritten 2014er Weltmeister im Kader? Der 38-Jährige sorgte nach dem Aus gegen Spanien für Verwunderung, als er den Bogen, wann er sich zu seiner Zukunft äußern wollte, weit spannte. „Ich habe gesagt, ich mache mir nach dem Turnier Gedanken, das ist nicht heute oder morgen“, erklärte er kurz nach der Partie. „Das kann ein halbes Jahr oder länger dauern.“

In Sachen Neuer könnte der Ball bei Julian Nagelsmann liegen. Sollte der Bundestrainer die Zeit für eine Wachablösung im deutschen Tor gekommen sehen und künftig auf Marc-André ter Stegen setzen wollen, wäre Neuers Aus wohl besiegelt. Zu erwarten ist, dass sich Nagelsmann und Neuer nach ihrem Urlaub in den kommenden Wochen darüber austauschen werden.

Gündogan erhielt als Kapitän des DFB-Teams viel Lob

Auch Gündogans Zukunft im DFB-Team scheint noch offen zu sein. Allerdings stehen die Chancen, dass der 33-Jährige bis zur WM 2026 weiterspielen will, nicht schlecht. Nachdem er jahrelang in der Kritik stand und bereits nach der EM 2021 seinen Rücktritt in Erwägung zog, wuchs er nun in die Rolle des Kapitäns hinein und konnte im gleichen Atemzug auch sportlich überzeugen. Im Grunde genommen ist dies kein passender Zeitpunkt, um abzutreten – zumal Gündogan um die Problematik weiß, dass es dem DFB-Team ohne Kroos, Müller und eventuell auch Neuer an Routiniers mangelt, die die Mannschaft in Zukunft führen sollen.

„Ich habe mich gefreut, dass er das erste Mal als Nationalspieler nicht nur Gegenwind bekommen hat“, so Nagelsmann, der abermals Gündogans Führungsqualitäten hervorhob. Als die Nationalspieler am Sonntagvormittag nach und nach ihr EM-Domizil in Herzogenaurach verließen und nach Hause abreisten, „da hat Ilkay als Kapitän gewartet, bis alle Spieler gefahren sind. Er war der letzte, der das Camp verlassen hat.“

Das DFB-Team startet im September in der Nations League

Einen Hinweis darauf, wie es mit Gündogan im DFB-Team weitergehe, erhielt der Bundestrainer nicht: „Es gab keine Signale, weder in die eine noch in die andere Richtung.“ Nagelsmanns Wunsch, den Mittelfeldmann auch weiterhin als Fixpunkt im Team behalten zu wollen, steht. Möglichst schon im September, wenn das DFB-Team in der Nations League auf Ungarn (7.9. in Düsseldorf) und die Niederlande (10.9. in Amsterdam) trifft.

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