• Nicht alle Fans der Kansas City Chiefs waren mit den Protesten ihrer Spieler einverstanden.
  • Foto: imago images/ZUMA Wire

Eklat in der NFL: Fan-Aufstand bei Protestaktion gegen Rassismus und Polizeigewalt

Nein, über diesen Sieg konnten sich die Kansas City Chiefs gar nicht freuen. Denn vor dem 34:20 gegen die Housten Texans schallten während einer Geste der Solidarität beider Teams gegen Rassismus und Polizeigewalt laute Buh-Rufe und Pfiffe durchs Arrowhead-Stadion.

Nach Absprache der Quarterbacks Patrick Mahomes (Kansas), der mit drei Touchdown-Würfen der Mann des Spiels war, und Deshaun Watson (Houston), trafen sich beide Mannschaften vor dem Beginn der Partie in der Mitte des Spielfelds, hakten sich unter und schwiegen gemeinsam. Auf der Anzeigetafel waren währenddessen sieben Sätze zu lesen, darunter „Wir müssen Rassismus beenden“ und „Wir müssen Polizeigewalt beenden“.

Eklat in der NFL: Football-Fans schreien gegen Protestaktion an

Für Empörung sorgten dann die deutlich hörbaren Buh-Rufe aus der Menge der knapp 16.000 Zuschauer – das Stadion darf wegen der Corona-Pandemie nur zu 22 Prozent genutzt werden. Auch US-Medien teilten im Verlauf der Partie Videos dieser Szenen, in den Social-Media-Kanälen wurde das Verhalten scharf kritisiert. 

„Den Moment der Einigkeit fand ich persönlich gut. Ich meine, die Buh-Rufe während dieses Moments waren bedauerlich“, urteilte Houstons Defensivspieler J.J. Watt. „Ich verstehe das nicht ganz. Es war keine Flagge im Spiel. Es ging um nichts anderes, als dass zwei Teams zusammenkamen, um Einigkeit zu zeigen.“

Quarterback-Star Mahomes bezieht Stellung zu den Vorkommnissen in den USA

Superstar Mahomes stellte dabei noch einmal den Wert der gemeinsamen Aktion heraus. „Bei all dem, was in diesem Land los ist, wollten wir zeigen, dass wir als Liga vereint sind und wir uns vom Football spielen nicht ablenken lassen davon, was wir tun, um diese Welt zu verändern“, sagte er dem TV-Sender „NBC“.

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Nach monatelangen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA und klaren Aussagen aus anderen Ligen wie der NBA oder der NHL war das Verhalten der Profis in der NFL mit Spannung erwartet worden. (dpa/rei)

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