DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat die Situation um die Özil-Affäre 2018 unterschätzt. Heute würde er sich über ein Treffen mit Mesut Özil freuen.
  • DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat die Situation um die Özil-Affäre 2018 unterschätzt. Heute würde er sich über ein Treffen mit Mesut Özil freuen.
  • Foto: imago images/Revierfoto

Drei Jahre nach Özil-Affäre: Rassismusvorwürfe: DFB-Boss Bierhoff gesteht Fehler ein

Knapp drei Jahre nach dem Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft würde sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff gern noch einmal mit dem Ex-Nationalspieler treffen.

„Ich würde mich freuen, wenn ich ihn sehe. Ich würde mich freuen, mich mit ihm zu unterhalten, jetzt ohne den Druck“, sagte der 53-Jährige im Podcast „Phrasenmäher“. „Wir müssen da kein Ergebnis haben und das gleich noch in eine Pressemitteilung reinbringen“, betonte Bierhoff.

Özil-Affäre: Bierhoff unterschätzte „Emotionen und Reaktionen“

Er habe damals in der Özil-Affäre „die Emotionen und Reaktionen unterschätzt“. Und wenn er nachgefragt habe, zum Beispiel „im Freundeskreis – das war ein Spektrum von Antworten von ganz weit links bis ganz weit rechts“. Das Thema habe den DFB immer wieder beschäftigt, gab Bierhoff zu: „Ich glaub‘ schon, dass es uns ein paar Körner gekostet hat Richtung WM.“

Özil war nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und hatte Rassismusvorwürfe erhoben. Vor dem Turnier hatte er sich mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan fotografieren lassen und damit großen Wirbel ausgelöst. Seit Januar steht der 32-jährige Özil bei Fenerbahce Istanbul unter Vertrag.

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Bierhoff hatte zu Özil lange keinen Kontakt mehr, wie er im Podcast erzählte. „Nein, leider nicht. Ich hab ein-, zweimal mit ihm gesimst, hab‘ ihm dann auch noch mal gratuliert damals zur Geburt des Kindes. Ich habe auch so das Gefühl, dass er da in der Türkei ein neues Leben angefangen hat“, sagte der ehemalige Stürmer und Golden-Goal-Siegtorschütze im EM-Finale 1996.

„Ich hoffe, dass bei ihm also uns gegenüber nichts hängen geblieben ist“, sagte Bierhoff mit Blick auf Özil. Er habe nicht das Gefühl, „dass wir uns versöhnen müssen.“ (dpa/pia)

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