Schockstarre bei Jan Gyamerah, Aaron Hunt, Moritz Heyer und Sven Ulreich (v. l.).
  • Schockstarre bei Jan Gyamerah, Aaron Hunt, Moritz Heyer und Sven Ulreich (v. l.).
  • Foto: WITTERS

Dramatisch: Der HSV blamiert sich in Sandhausen

Spätestens jetzt brennt der HSV-Baum lichterloh. Die Mannschaft von Daniel Thioune hat ihr Nachholspiel beim Tabellenvorletzten SV Sandhausen hochverdient mit 1:2 (0:0) verloren – und dabei ihre schlechteste Saisonleistung gezeigt. Der Vorsprung auf den Viertplatzierten Düsseldorf, er ist auf einen mickrigen Zähler geschmolzen.

Es waren erschreckend schwache 90 Minuten, die der HSV im BWT-Stadion am Sandhäuser Hardtwald aufs Parkett legte. Sandhausen, das erst am Montag aus einer 14-tägigen Teamquarantäne kam, hatte die Hamburger nach der Abtastphase fest im Griff. Der erste HSV-Schockmoment folgte in der achten Minute.

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Bakery Jatta wurde bei seinem Startelfcomeback aus kürzester Distanz von einem Schussversuch von SVS-Stürmer Julius Biada im Gesicht getroffen, blieb minutenlang benommen liegen. Für den Gambier ging es nicht weiter, Amadou Onana kam. Der Sicherheit war das nicht dienlich. Einzig und allein Sven Ulreich – und einer Portion Glück – war es zu verdanken, dass zur Halbzeit die Null stand. Das Abschlussverhältnis zu dem Zeitpunkt: 14:1 für die Gastgeber. Daniel Keita-Ruel scheiterte per Aufsetzer an Ulreich (36.), auch Biada fand bei seinem Kopfballl am Hamburger Keeper seinen Meister (44.).

Eigentor durch Ambrosius leitet die HSV-Pleite ein

Wer dachte, dass der Pausentee beim HSV neue Kräfte freisetzte, wurde 20 Sekunden nach dem Wiederanpfiff eines besseren belehrt. Nach Biadas Flanke köpfte Ambrosius den Ball in die eigenen Maschen (46.), wenig später verwertete Daniel Keita-Ruel einen Flankenball von Nikolas Nartey zum hochverdienten 2:0 (53.). Erst danach kam der HSV zu ein wenig mehr Ballbesitz, bekam mehr Spielkontrolle.

Wirklich zwingend wurde es trotzdem nicht. Mehr als der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Manuel Wintzheimer (76.) war nicht drin – und wäre auch nicht verdient gewesen. Zu einfallslos, zu zaghaft kam dieser HSV-Auftritt daher. Die letzte Möglichkeit ließ Terodde zwei Minuten vor Schluss liegen.

HSV-Trainer Thioune gibt sich kämpferisch und will nicht aufgeben

Aus den vergangenen zehn Spielen holten die Hamburger zwei Siege. Nicht die Bilanz eines Aufstiegsaspiranten. „Die eine Mannschaft hat es mehr gewollt. Das war zu wenig und eine verdiente Niederlage. Uns fehlt die Stabilität im Kopf und auf dem Platz“, sagte Daniel Thioune nach der Sandhausen-Pleite und zeigte sich extrem enttäuscht. Den Kopf ließ aber zumindest er nicht hängen. „Wir geben nicht auf. Man sollte uns auf keinen Fall abschreiben“, so der Coach.

Am Sonntag geht es für den HSV in Regensburg weiter

Viel Zeit, um den Auftritt von Sandhausen aufzuarbeiten, bleibt nicht. Am Sonntag geht es in Regensburg weiter. Dort muss es eine Reaktion geben – sonst droht das böse Erwachen noch früher als in den beiden Vorsaisons.

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