Jordan Swing (r.) zieht an Braunschweigs Karim Jallow vorbei.
  • Jordan Swing (r.) zieht an Braunschweigs Karim Jallow vorbei.
  • Foto: imago images/Hübner

Doppelsieg: Hamburg Towers zähmen zahme Löwen – müssen aber besser werden

Während vermutlich neutrale Beobachter das Rückspiel zwischen den Towers und Braunschweig eher als mittelmäßige Bundesliga-Partie bewerten würden, sagte Trainer Pedro Calles, dass es ein „schwieriges“ war. Nichtsdestotrotz: Die Hamburger gewannen relativ problemlos mit 74:63 gegen zahme Löwen.

Das Hinspiel nur drei Tage davor war an Spannung kaum zu überbieten: 39 Minuten hatten die Türme einem Rückstand hinterhergedribbelt, dann die Partie mit einem 13-0-Lauf noch in die Verlängerung gerettet und sogar gewonnen. Der Schlüssel: die angezogene Defensive.

Hamburg Towers zähmen Löwen – nun folgen Berlin und Bayern

Die war auch diesmal der größte Faktor dafür, dass die Hausherren den Gästen niemals wirklich gefährlich auf die Pelle rücken konnten. 17 Ballverluste, eine miese Wurf- (37 Prozent) und eine noch viel schlechtere Freiwurfquote: Sieben Punkte ließen die Löwen an der Linie liegen. Trainer Pete Strobl: „Ich glaube, das ist schon jetzt Kopfsache bei einigen Spielern.“

Vor allem Nationalspieler Karim Jallow, eigentlich Topscorer des von NBA-Star Dennis Schröder geführten Teams, blieb weit hinter seinen Erwartungen zurück, machte im Hinspiel nur magere fünf, am Samstag nur sieben Punkte.

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Einziger Lichtblick des Spiels: Jordan Swing. Der zuletzt in einem Formtief steckende Amerikaner streute den Löwen 23 Punkte ein, hatte in 25 Minuten Spielzeit immer eine Antwort parat. Meistens natürlich, wie gewohnt, von der Dreierlinie. „Heute hat sich die Arbeit ausgezahlt“, sagte der 30-Jährige nach dem Spiel.

Coach Calles versuchte – trotz einer eher mittelmäßigen Leistung seines Teams – Positives aus dem Spiel mitzunehmen: „Wir haben eine Weile gebraucht, um unsere Sicherheit zu finden. Aber die meiste Zeit haben wir eine solide Verteidigung gespielt. Das hat uns die Möglichkeit gegeben, zu gewinnen und auch in den letzten zwei Minuten die Kontrolle zu behalten.“ Und immerhin: Es war der dritte Sieg in Serie.

Hamburg Towers: Jetzt kommen die echten Hochkaräter

Nach den Löwen machen sich nun echte Hochkaräter für die Towers bereit: Schon am Dienstag empfangen sie im Inselpark den zweitplatzierten Alba Berlin (18.30 Uhr, Sport1), Samstag kommen die Bayern. Wenn die Türme gegen diese Topteams bestehen wollen, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung.

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