Harter Kampf: Hamburgs Jan Kleineidam (r.) gegen den Schwartauer Martin Waschul. 
  • Harter Kampf: Hamburgs Jan Kleineidam (r.) gegen den Schwartauer Martin Waschul. 
  • Foto: WITTERS

Derby-Drama! : HSV Hamburg rettet mit irrer Aufholjagd ein Remis

Dieses Derby hatte alles: Kampf, Hochspannung und Emotionen, die auch nach Spielschluss kochten. Mit einem irren Endspurt haben Hamburgs Handballer einen weiteren heftigen Rückschlag im Aufstiegskampf abgewendet und einen glücklichen Punkt gerettet. Nach 60 dramatischen Minuten gegen den VfL Lübeck-Schwartau stand es 28:28 (15:14). Der HSVH bleibt Zweitliga-Spitzenreiter, aber die Luft wird dünner.

Nach der Schlusssirene flogen weiter die Fetzen – verbal. HSVH-Trainer Torsten Jansen und Gäste-Coach Piotr Przybecki lieferten sich ein hitziges Wortgefecht. Der Co-Trainer der Schwartauer geriet mit Hamburgs Geschäftsführer Sebastian Frecke aneinander. Es kam zu einem Gerangel.

HSV Hamburg: Derby-Remis gegen VfL Lübeck-Schwartau

„Das ist Derby. Da gehen auch ohne Zuschauer die Emotionen mal mit einem durch. Davor sind auch die Trainer nicht gefeit“, sagte Jansen. Wenig später klärten beide Coaches den Zoff, glätteten die Wogen.

Die letzten Minuten des Derbys hatten es in sich gehabt. Fünf Minuten vor Schluss hatte der HSVH, der gegen den Nord-Rivalen nach der Sperrung der Sporthalle Hamburg in seiner kleinen, engen Trainingshalle im Volkspark angetreten war, mit 24:28 zurückgelegen. Dann kam der irre Endspurt.

HSV holt am Ende vier Tore-Rückstand auf

„Da hatten wir nichts mehr zu verlieren – und den Mut gezeigt, der uns zuvor gefehlt hat“, so Jansen, der angesichts des Spielverlaufs von „einem gewonnenen Punkt“ sprach.

Der Ausgleich fiel 15 Sekunden den vor dem Ende. Fast wäre den Hamburgern noch der Siegtreffer geglückt, doch nach einer schnellen Balleroberung scheiterte zunächst Forstbauer am starken Gäste-Keeper Dennis Klockmann und der Nachwurf von Doiminik Axmann landete kurz nach der Schlusssirene im Tor.

2. Handball-Bundesliga: HSV Hamburg bleibt Tabellenführer

„Wir wollten die zwei Punkte und Revanche“, sagte Finn Wullenweber, mit acht Toren neben Jan Forstbauer bester HSVH-Werfer und Schütze des Ausgleichstores zum 28:28, denn das Hinspiel hatten die Hamburger verloren. „Aber im Aufstiegskampf brauchen wir jeden Punkt.“

Das Remis war enorm wichtig für die Moral der Hamburger, die ohne den verletzten Leif Tissier auskommen mussten. Nicht auszudenken, der Spitzenreiter hätte eine Woche nach der Pleite bei Schlusslicht Fürstenfeldbruck erneut verloren. Der HSVH bleibt Tabellenführer. 

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