Auch ohne Sieg in Nürnberg sieht HSV-Trainer Daniel Thioune sein Team weiter auf einem guten Weg. 
  • Auch ohne Sieg in Nürnberg sieht HSV-Trainer Daniel Thioune sein Team weiter auf einem guten Weg. 
  • Foto: WITTERS

„Da geht bei allen mehr“: HSV-Trainer Thioune sieht Nürnberg-Spiel als Rückschritt

Siegesserie gerissen, aber die Tabellenführung dennoch verteidigt. Nach zuvor vier Erfolgen am Stück holte der HSV am Samstag beim 1. FC Nürnberg nur ein 1:1 (1:1). Ein Punkt, der reicht, um auch nach dem 15. Spieltag auf Platz eins zu stehen. Ein wirkliches Spitzenspiel war es jedoch nicht.   

Daniel Thioune hatte in der Kältekammer Max-Morlock-Stadion auf die exakt gleiche Startelf wie zuletzt beim 3:1 gegen Regensburg gesetzt. Die gleiche Leistung gab es am Ende dann allerdings nicht von allen zu sehen. „Es war sicherlich nicht das, was wir uns gewünscht hätten. Da geht bei allen mehr“, sagte der HSV-Trainer, der letztlich von einem leistungsgerechten Ergebnis sprach. „Es war vielleicht nicht das schönste Fußballspiel für die Zuschauer, sondern taktisch etwas geprägter. Wir müssen mit dem Punkt leben. Am Ende werden wir sehen, wie wertvoll er sein kann.“

Fabian Nürnberger sorgt für den frühen HSV-Rückstand 

Zum Spiel: Die Nürnberger setzten in erster Linie auf eine kompakte Defensive und das schnelle Umschaltspiel bei HSV-Fehlern. Ein Plan, der zunächst aufging. Erst traf der gebürtige Hamburger Fabian Nürnberger nach einem Fehlpass von Stephan Ambrosius die Latte (10.), vier Minuten später sorgte er nach einem Konter für das 1:0 der Hausherren.

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Und der HSV? Die Hamburger suchten oft vergeblich nach Lösungen im Spiel nach vorne und konnte die höhere Ballbesitzzeit (57 Prozent) im gesamten Spiel nicht wirklich nutzen. Eine gute Kombination über Tim Leibold, Bakery Jatta und Simon Terodde führte direkt zum Ausgleich 1:1 (33.). Viele dieser Szenen gab es jedoch nicht zu sehen.

„Trotz des hohen Ballbesitzes war unser Spiel nicht so zwingend wie in den letzten Wochen. Das hat uns gefehlt, um als Sieger vom Platz zu gehen. Wir wissen, dass wir strukturierter und mit ein bisschen mehr Tempo nach vorne spielen können“, sagte Thioune, der den Aufritt mit Blick auf den fußballerischen Bereich als Schritt zurück im Vergleich zu den jüngsten Spielen in Karlsruhe (2:1) und gegen Regensburg (3:1) bezeichnete.

Der HSV ist weiter voll auf Aufstiegskurs

Ein Grund zur Sorge ist das aber sicherlich noch nicht. Unterm Strich hat es Nürnberg mit der kompakten und defensiven Spielweise auch nicht schlecht gemacht. Der HSV hat nicht verloren und ist nach 15 Spieltagen mit 30 Punkten auf dem Konto weiter voll auf Aufstiegskurs.

Daniel Thioune tritt gegen Ex-Verein aus Osnabrück an

Weiter geht es am 18. Januar mit dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück. Thioune trifft auf seine Ex-Mannschaft. „Da mache ich kein Geheimnis, auf die Partie freue ich mich natürlich“, sagt er. Drei Punkte und auch einen fußballerisch wieder besseren Aufritt soll es dann geben.

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