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Corona-Kurzarbeit: Spieler-Gewerkschaft befürchtet viele arbeitslose Profis

Fußballvereine, die ihre Spieler während der Corona-Krise in Kurzarbeit geschickt haben, könnten bei Verpflichtungen rechtliche Probleme bekommen.

Darauf verwies Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV). „Eine Neueinstellung bei laufender Kurzarbeit ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn ein zwingender Grund vorliegt“, sagte Baranowsky.

„Bei Kurzarbeit null hingegen dürften Neueinstellungen nach unserer Einschätzung überhaupt nicht möglich sein, da gar nicht gearbeitet wird“ Er rät den Klubs: „In jedem Fall sollten die betroffenen Klubs vorab eine Klärung mit der Arbeitsagentur herbeiführen.“

VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky

VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky

Foto:

imago/Martin Hoffmann

Alle Ligen ab der Regionalliga betroffen

Betroffen seien alle Vereine von der 3. Liga abwärts, weil ab der Regionalliga der Spielbetrieb seit der Corona-Pause nicht mehr fortgesetzt wurde. In den Regionalligen sei die Situation nach Corona „besonders schwierig, da die Clubs dort in besonders hohem Maß von Zuschauereinnahmen abhängig sind“, so Baranowsky.

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VDV erwartet Tendenz zur „Deprofessionalisierung“

Dies könnte auch zu einem deutlichen Anstieg der Zahl arbeitsloser Profis führen. „In den Regionalligen beobachten wir bei einigen Clubs aufgrund der schwierigen Finanzsituation die Tendenz zur Deprofessionalisierung“, erklärte Baranowsky: „Wo in der abgelaufenen Saison noch ein fest angestellter Spieler sechsmal die Woche trainiert hat, wird in Zukunft vielleicht nur noch ein bezahlter Feierabend-Kicker als Minijobber dreimal pro Woche trainieren. Aus diesem Grund erwarten wir in diesem Sommer eine hohe Zahl von vereinslosen Profis aus diesem Bereich.“ (dpa)

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