Riesen-Typ: Nationalkeeper Johannes Bitter (38/2,05 Meter) könnte kommende Saison das Trikot des HSVH tragen.
  • Riesen-Typ: Nationalkeeper Johannes Bitter (38/2,05 Meter) könnte kommende Saison das Trikot des HSVH tragen.
  • Foto: WITTERS

Comeback des Riesen?: HSVH kämpft um Verpflichtung von Johannes Bitter

Alles kann, nichts muss! Der Handball Sport Verein Hamburg startet in das spannendste und wichtigste Jahr seiner jungen Geschichte, das im Sommer durch den größten Erfolg gekrönt werden könnte. Im ersten Spiel nach der WM-Pause will der Zweitliga-Spitzenreiter zwei weitere Punkte sichern – für den Aufstieg. Hinter den Kulissen werden längst Weichen gestellt.

„Es kann losgehen“, sagt Trainer Torsten Jansen vor dem Heimspiel am Freitag gegen den HC Elbflorenz (20 Uhr, Sportdeutschland.tv). Seine Mannschaft sprühe vor Tatendrang. „Es wäre schön, wenn wir da weitermachen können, wo wir aufgehört haben.“

HSVH will Siegesserie in der Liga nach der Pause fortsetzen

Neun Siege in Serie hatte der HSVH vor Jahresfrist gefeiert und aufgrund zweier mehr absolvierter Spiele als der VfL Gummersbach die Tabellenspitze erobert. Dort wollen sie bleiben, so lange wie möglich.

Es hat sich einiges verändert im Vergleich zum Saisonstart. „Ab jetzt sind wir die Gejagten“, sagt Geschäftsführer Sebastian Frecke im Gespräch mit der MOPO. „Mal gucken, wie die Mannschaft damit umgeht.“

Während das Team nach Vorgabe von Jansen weiter nur von Spiel zu Spiel schauen soll („Damit sind wir bislang ganz gut gefahren“), blickt Frecke bereits weit voraus. Das ist nicht voreilig, sondern notwendig.

Planungen für die Erste Liga laufen in Hamburg bereits 

„Wir müssen auch für den Fall planen, dass wir dieses Jahr schon aufsteigen.“ Der HSV Hamburg plant zweigleisig, wird im März auch Unterlagen für die Bundesliga einreichen. Zu diesen Planungen gehört auch die Verstärkung des Kaders – für die Erste Liga oder aber einen erneuten, intensivierten Anlauf in der kommenden Saison.

Bitter sucht neuen Verein – auch ein Angebot aus Barcelona 

Ein Name, der die Fans derzeit elektrisiert ist Johannes Bitter. Am Donnerstagvormittag wurde offiziell bekannt gegeben, dass der Nationalkeeper den Bundesligisten TVB Stuttgart am Saisonende verlassen wird. Der 38-Jährige hat mehrere Angebote, darunter von anderen Erstligisten, vom großen Champions-League-Finalisten FC Barcelona – und vom HSVH.

Die Möglichkeit einer Rückkehr des 2,05-Meter-Riesen nach Hamburg, wo er nach wie vor seinen Hauptwohnsitz hat, ist trotz der sportlich hochkarätigeren Optionen sehr konkret. 

Für eine Rückkehr nach Hamburg muss Bitter auf Geld verzichten

„Wir sind im intensiven Austausch mit Jogi“, sagt Frecke zur MOPO und wird so deutlich wie noch nie: „Wenn man einen Bitter bekommen kann, dann muss man alles versuchen, aber es muss für uns wirtschaftlich darstellbar sein. Es ist jetzt an Jogi.“ Soll heißen: Bitter müsste für eine Heimkehr  finanzielle Abstriche machen. Und dabei auch das Risiko eingehen, dass der HSVH nicht aufsteigt.

Trainer Jansen, der mit Bitter viele Jahre beim früheren HSV Handball zusammengespielt und einige Titel gefeiert hat, will sich vorerst nur mit den Spielern beschäftigen, die er in seinem Team hat. Er freut sich über die Vertragsverlängerung des umworbenen Leif Tissier. „Leif ist ein wichtiger Baustein.“

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Ein Faktor in den kommenden Wochen könnte Rückraum-Kanonier Finn Wullenweber werden, der nach zehnmonatiger Verletzungspause Mitte Dezember sein Comeback gegeben hatte und eine Art Neuzugang ist, im Idealfall eine große Verstärkung – mitten in der Saison. An der großen Nummer für die Zukunft wird noch gebastelt.

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