Bei Daniel Thioune (l.) und Merlin Polzin herrschte nach dem 1:2 in Sandhausen purer Frust.
  • Bei Daniel Thioune (l.) und Merlin Polzin herrschte nach dem 1:2 in Sandhausen purer Frust.
  • Foto: imago images/Eibner

Brutaler HSV-Absturz: Daniel Thioune hat Fehler gemacht – neue Chance in Regensburg

Dieser Tiefschlag hat gesessen! Das 1:2 des HSV beim Kellerkind SV Sandhausen hat nicht nur wegen der verlorenen drei Punkte im Aufstiegsrennen wehgetan. Viel schlimmer wog an diesem Donnerstagabend der Auftritt der Hamburger: blutleer, einfallslos, ungefährlich, schlimm! Nach der schwächsten Saisonleistung ist die Krise nicht mehr wegzudiskutieren. Trainer Daniel Thioune steht mehr denn je in der Kritik.

Hat sich der 46-Jährige in Sandhausen vercoacht? Der Plan, den Gastgeber mit breiten Flügeln in Bedrängnis zu bringen, er ging komplett schief. Der SVS lief die Hamburger früh an, hatte das Spiel jederzeit im Griff. 

HSV-Trainer Daniel Thioune hat in Sandhausen Fehler gemacht – neue Chance in Regensburg

Die Hereinnahme von David Kinsombi in der Zentrale blieb komplett wirkungslos, auch die Idee, Kapitän Tim Leibold links im Mittelfeld aufzubieten, ging an diesem Abend komplett nach hinten los.

Sonny Kittel tauchte – wie in den letzten Wochen schon öfter – ebenfalls ab.

Die nackten Zahlen, sie lesen sich erschreckend. Kein Mittelfeldspieler kam über eine Zweikampfquote von 45 Prozent hinaus, ohnehin gewannen die Hamburger weniger als die Hälfte ihrer Duelle.

HSV-Trainer Thioune mit besserer Bilanz als Hecking und Wolf

„Wir hatten kein Tempo, keine Dynamik drin. Dann ist es nicht ganz so schwer, Raum und Mann zu verteidigen“, sagte Thioune nach dem Spiel.

Für den Trainer wird der Gegenwind nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge rauer, die Diskussionen allmählich lauter. Eine Trennung vor dem Spiel am Sonntag in Regensburg (13.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) ist zwar kein Thema, bei einem weiteren indiskutablen Auftritt dürften die Bosse aber ins Grübeln kommen. Nur zwei Siege aus den vergangenen zehn Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

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„Mir tut das nicht gut“, hatte der Trainer direkt nach dem Spiel gesagt und erklärt: „Das haben wir in keinster Weise so erwartet oder uns erhofft.“ Dass sich seine Mannschaft gegen die Kellerkinder schwer tut, hatte sich bereits Ende Februar beim ebenfalls erschreckend harmlosen Auftritt in Würzburg (2:3) gezeigt.

Mit 1,72 Punkten im Schnitt ist Thioune bislang immer noch erfolgreicher als seine beiden Vorgänger Dieter Hecking (1,59) und Hannes Wolf (1,58). Ihr Schicksal will Thioune vermeiden. Es muss jetzt die Wende her.

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