• Nach Kult-Keeper jetzt Kult-Coach? Tomislav Piplica
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Berühmt fürs Eigentor: Kult-Keeper wechselt in die 4. Liga

Neuer Job für den Kult-Keeper: Tomislav Piplica heuert beim Regionalligisten SpVgg. Bayreuth an.

Eine Szene hat ihn wider Willen weltweit berühmt gemacht. Am 6. April 2002 fliegt ein hoher Ball auf das Tor von Piplica. Ein Querschläge, eine Bogenlampe, kurios, aber harmlos. Eigentlich. Denn der bosnische Torwart von Energie Cottbus versucht, den Ball mit dem Kopf zu verarbeiten – und schädelt die Kugel dabei ins eigene Netz. Tor für Mönchengladbach, Spott für Piplica.

In 247 anderen Spielenn für die Lausitzer hat der inzwischen 51-jährige  Piplica seine Klasse bewiesen – und will das nun auch in der 4. Liga tun. Die SpVgg Bayreuth verpflichtete ihn, um den eigenen Nachwuchs an das Regionalliga-Team heranzuführen, wie der „kicker“ berichtet.

Piplica hat den besten Trainerschein

Piplica besitzt mit der UEFA-Pro-Lizenz die höchste Ausbildungsstufe eines Trainers. Von 2010 bis 2014 coachte er die Torhüter seines Herkunftslands Bosnien-Herzegowina, zuletzt war er bei Wacker Nordhausen in Thüringen tätig.

„Piplica ist der ideale Mann für uns”

„Wir freuen uns und sind sehr stolz, dass wir einen solchen Fachmann für die Aufgabe bei uns begeistern konnten“, sagte Bayreuths Geschäftsführer Wolfgang Gruber: „Mit dieser Verpflichtung zeigen wir, dass wir diesen Erfolg der ersten Mannschaft nachhaltig gestalten wollen. Tomislav ist mit seiner Erfahrung als Bundesliga-Spieler und seinem Know-how der ideale Mann für diese Aufgabe.“

Bayreuth nur vier Zähler von Aufstiegsspielen entfernt

In der unterbrochenen Saison stehen die Bayreuther auf dem vierten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Schweinfurt, das momentan Drittliga-Aufstiegsspiele bestreiten würde, beträgt nur vier Zähler. Die Regionalliga Bayern setzt ihre unterbrochene Saison fort, sobald Corona es ermöglicht.

Piplica kennt Regionalliga-Trainer Timo Rost und Sportchef Marcel Rozgonyi noch aus seiner Torwart-Zeit bei Energie Cottbus. „Die Verantwortlichen haben mich von ihrem Konzept und ihrer Strategie überzeugt“, kommentierte Piplica: „Ich habe den Eindruck bekommen, dass in Bayreuth ein sehr gutes Fundament besteht, deswegen musste ich nicht lange überlegen.“

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