Alassane Plea (rechts) setzte mit seinem Traumtor den Schlusspunkt der Partie.
  • Alassane Plea (rechts) setzte mit seinem Traumtor den Schlusspunkt der Partie.
  • Foto: imago images/Pressefoto Baumann

Beim Angstgegner: Gladbach patzt vor dem Champions-League-Knaller gegen Real

Patrick Herrmann raufte sich im Strafraum die Haare, Marco Rose schüttelte auf der Trainerbank den Kopf. Zwei Riesenchancen hatte sein Angreifer in den Schlussminuten vergeben – und Borussia Mönchengladbach damit die Generalprobe für den Showdown bei Real Madrid in der Königsklasse verpatzt.

„Wir hatten die Chancen, das 3:2 zu machen, leider ist uns das nicht gelungen“, stellte Stürmer Breel Embolo nach dem 2:2 (1:1) beim SC Freiburg vor dem Sky-Mikrofon enttäuscht fest, gab aber auch zu: „Zum Schluss war es ein gerechtes Unentschieden.“ Vier Tage vor dem entscheidenden Gruppenspiel in der Champions League hatte Gladbach seine Negativserie in der Fußball-Bundesliga im Breisgau fortgesetzt.

Gladbach lässt Großchancen gleich mehrmals liegen – auch Freiburg mit Hochkarätern

Breel Embolos Treffer (23.) und ein Traumtor von Alassane Plea (50.) reichten der Borussia nicht zum ersten Sieg im Oberhaus seit März 2002 in Freiburg. Auch weil Herrmann in der Schlussphase zweimal völlig frei vor dem Tor gescheitert war (84./90.+1).

Allerdings: Auch die Freiburger hatten nach den Toren von Philipp Lienhart (32.) und Vincenzo Grifo (49., Foulelfmeter) noch hochkarätige Möglichkeiten, um den zweiten Saisonsieg perfekt zu machen. Fest steht: Gladbach muss sich im „Endspiel“ gegen das Starensemble um Nationalspieler Toni Kroos am Mittwoch (21 Uhr/Sky) deutlich steigern. 

Gladbach patzt gegen „unangenehme“ Freiburger

Rose verzichtete im Breisgau auf große Wechselspiele. Im Vergleich zur Niederlage gegen Inter Mailand (2:3) unter der Woche nahm der Borussen-Coach einzig Marcus Thuram und Valentino Lazaro aus der Startelf, zudem musste der angeschlagene Tony Jantschke passen. Denis Zakaria, Embolo und Hannes Wolf rotierten dafür in die Mannschaft.

Vor dem Anpfiff hatte Rose vor „unangenehmen“ Freiburgern gewarnt – nicht ohne Grund. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich startete vielversprechend, zeigte sich griffig in den Zweikämpfen und setzte die Gladbacher Abwehr um Ersatz-Innenverteidiger Christoph Kramer früh unter Druck.

Gladbach enttäuscht offensiv – Plea setzt den Schlusspunkt

Lucas Höler (15.) vergab allerdings die Riesenchance zur Führung: Der SC-Stürmer lief allein auf Yann Sommer zu, traf nur den Pfosten und beförderte den Abpraller unglücklich über das Tor. Nach dem Weckruf schlugen die Gladbacher mit ihrer ersten durchdachten Offensivaktion zu, Embolo vollendete nach sehenswertem Zusammenspiel mit Kapitän Lars Stindl flach ins Eck.

Am behäbigen Auftreten der Gäste änderte dies aber nichts. Gladbach enttäuschte offensiv weiter und offenbarte große Lücken in der Defensive. Bei den Abschlüssen von Ermedin Demirovic (27.) und Grifo (31.) rettete Sommer noch, gegen Lienharts Kopfball nach einer Fallrückzieher-Vorlage von Baptiste Santamaria war er jedoch machtlos.

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Nach dem äußerst glücklichen Remis zur Pause hatten Stindl und Co. zunächst auch nach der Pause Probleme. Grifo belohnte Freiburg per Elfmeter, nachdem Stefan Lainer den starken Nicolas Höfler gefoult hatte. Die Antwort hatte Plea parat: Der Franzose schlenzte den Ball von der Strafraumkante in den Winkel. (mp/sid)

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