Auslaufmodell: Das aktuelle Trikot des FC St. Pauli. 
  • Auslaufmodell: Das aktuelle Trikot des FC St. Pauli. 
  • Foto: WITTERS

Bei Fans unbeliebt: St. Pauli-Trikots von Under Armour sind ein Ladenhüter

Der FC St. Pauli wird sein eigener Ausrüster und stellt seine Spielkleidung künftig selber her. Der Kiezklub hofft, mit der hauseigenen Produktion auch die in den letzten Jahren unterdurchschnittlichen Trikot-Verkäufe ankurbeln zu können. Diesbezüglich war der aktuelle Ausrüster Under Armour ein großes Hindernis – und das eigene Trikot das bei den Fans umstrittenste und unbeliebteste in der Klub-Geschichte.

Viele Anhänger lehnen das Trikot mit dem UA-Logo kategorisch ab, weil sie finden, dass das umstrittene US-Unternehmen nicht zu den Werten des Klubs passt. Das schlägt sich seit Jahren in den Verkaufszahlen nieder, wie der Verein erstmals öffentlich einräumt. Mit der eigenen Linie „DIIY“ will der Kiezklub die Trendwende schaffen.

„Wir hoffen, mehr Trikots zu verkaufen”, sagt Bernd von Geldern, Geschäftsleiter Vertrieb beim FC St. Pauli.

FC St. Pauli will ohne Under Armour mehr Trikots verkaufen

„Wir sind ein eher mäßiger Trikotverkäufer in der Zweiten Liga und wollen in die Spitzengruppe.“ Die Bezeichnung mäßig ist nach MOPO-Informationen noch diplomatisch ausgedrückt.

Für einen populären Klub wie St. Pauli, der in Sachen Bekanntheit, Markenstärke und Merchandising in Bundesliga-Sphären spielt, sind die schlechten Trikotverkäufe einer der Hauptgründe, warum der Verein ein derart großes Potenzial sieht, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

St. Pauli-Trikot wird nachhaltig und billiger

Ein gutes Verkaufargument soll neben der hauseigenen und nachhaltigen Produktion auch der Preis sein. 69,95 Euro wird das neue Trikot, dass am 1. Dezember erstmals gezeigt wird und in den Vorverkauf geht, kosten – und damit fünf Euro weniger als das Shirt von Under Armour.

Am Freitag vergangener Woche hatte der Kiezklub mitgeteilt, den im kommenden Sommer nach fünf Jahren auslaufenden Ausrüstervertrag mit der Firma aus Baltimore, das den Braun-Weißen jährlich rund eine Million Euro zahlt, nicht verlängern zu wollen.

FC St. Pauli und Under Armour wollen keinen neuen Vertrag

Am Sonntag verkündete St. Pauli dann im zweiten Schritt, jetzt selbst zum Ausrüster zu werden und ab der Saison 2021/22 in hauseigenen Trikots, Hosen und Stutzen zu kicken.   

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