Beim HSV herrscht nach der 1:2-Pleite gegen Darmstadt purer Frust.
  • Beim HSV herrscht nach der 1:2-Pleite gegen Darmstadt purer Frust.
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Aufstieg wieder in Gefahr: HSV-Boss: „Es ist nicht alles so wie in den letzten Jahren“

Der Frust saß auch am Tag nach dem Spiel noch tief. Das 1:2 gegen den SV Darmstadt, es saß. Nach dem Zwischenhoch mit Siegen gegen Tabellenführer Bochum und Heidenheim folgten mit dem 3:3 in Hannover und der Darmstadt-Pleite zwei empfindliche Rückschläge. Von einem Trend wollen die Verantwortlichen aber nichts wissen.

„Wir haben uns einen gefangen“, gab Sportdirektor Michael Mutzel zu und bemühte sich um einen sportlichen Vergleich: „Das ist wie bei einem Boxer. Wir kriegen einen in die Rippen, gehen vielleicht auch mal in die Knie, aber jetzt entscheidet sich, ob wir liegenbleiben oder wieder aufstehen.“

HSV-Sportdirektor Mutzel: Sind mental stark genug

Sie waren schon öfter in dieser Saison in dieser Situation. Und dennoch, die Angst geht um im Volkspark. Zwei Siege aus den vergangenen neun Spielen geben Anlass zur Sorge. Zu frisch sind die Erinnerungen an die vergangenen beiden Spielzeiten, als im Schlussspurt der Aufstieg verspielt wurde. Im Verein spielen diese Gedanken aber keine Rolle, wie Mutzel versichert.

„Es ist nicht alles so wie in den letzten Jahren. Wir beschäftigen uns intern nicht damit. Wir versuchen alles dafür zu tun, dass wir in den nächsten Wochen mental stark sind und nicht in dieses Fahrwasser geraten.“

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Gegen Darmstadt aber ließen die Hamburger vor allem in der Defensive die nötige Bereitschaft vermissen, waren oft nicht gedankenschnell genug. „Wir hatten selbst die Möglichkeit, das Spiel anders zu gestalten“, sagte Mutzel deshalb zerknirscht. „Diese Dinge müssen wir abstellen. Dennoch hatten wir das Gefühl, dass es wieder an uns selbst lag.“

Michael Mutzel nach der 1:2-Pleite gegen Darmstadt.

Michael Mutzel nach der 1:2-Pleite gegen Darmstadt.

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Stehen sich die Hamburger auf den letzten Metern der Saison also wieder selbst im Weg? Zwei Wochen hat die Mannschaft von Daniel Thioune wegen der Coronafälle bei Sandhausen und Karlsruhe jetzt Zeit, sich auf das intensive Finish vorzubereiten. Um danach wieder zurückzuschlagen – wie ein Boxer.

„Henry Maske hat, glaube ich, auch meistens in der zwölften Runde gewonnen“, sagte Mutzel mit einem Augenzwinkern. Hat der HSV denselben Atem?

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