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Auch für KSC „schwer zu knacken“?: So funktionieren St. Paulis neue Abwehrkräfte

Immun ist der FC St. Pauli natürlich nicht gegen Gegentore. Wie auch, dafür gibt es ja schließlich keine Impfung. Aber es gibt wirksame Mittel dagegen. Und diese Mittel entfalten bei St. Pauli zurzeit immer besser ihre Wirkung – so wie zuletzt beim 1:0 gegen den HSV. Mit dem Karlsruher SC stellt direkt der nächste Aufstiegsaspirant St. Paulis gestärkte und neue Abwehrkräfte auf die Probe.

Klar, neu ist weder Sebastian Ohlsson noch Philipp Ziereis, James Lawrence oder Leart Paqarada. Neu ist aber sehr wohl die momentane defensive Stabilität. Und einigermaßen neu ist auch die Konstellation, in der die vier Abwehrkräfte ihre Abwehrkräfte aufs Feld bringen. Das taten sie zuletzt vier Spiele in Folge und davor nur beim 2:2 in Aue. Insgesamt ließ das Quartett in seinen fünf gemeinsamen Partien sechs Treffer zu (1,2 im Schnitt). An den übrigen 18 Spieltagen mit jeweils anderen Abwehrreihen gab’s für die Boys in Brown im Schnitt 1,9 Gegentore. Ein immenser Unterschied.

FC St. Pauli verbessert sich in der Defensive

„Der Trend, viel weniger Chancen zuzulassen, der war nach dem Winter klar abzusehen“, sagt Trainer Timo Schultz. „Was unsere Abläufe und unsere Organisation angeht, sind wir mittlerweile wirklich sehr schwer zu knacken für den Gegner.“ Was, und das kann jeder bestätigen, der selbst mal gekickt hat, eben auch mit der personellen Kontinuität in der Kette zusammenhängt. 

Griffig: Rico Benatelli beim 0:3 im Hinspiel gegen KSC-Torjäger Philipp Hofmann

Griffig: Rico Benatelli beim 0:3 im Hinspiel gegen KSC-Torjäger Philipp Hofmann 

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WITTERS

Nur darauf wird sich St. Pauli in Karlsruhe allerdings nicht verlassen können, denn Linksverteidiger Paqarada wird wohl ausfallen und von Daniel Buballa ersetzt werden. Außerdem ist der KSC die formstärkste Mannschaft im Jahr 2021 und stellt die viertbeste Offensive der Liga mitsamt des besten Zweikämpfers der gesamten Spielklasse: Stürmer Philipp Hofmann (neun Tore).

St. Pauli-Gegner Karlsruhe mit „unheimlicher Wucht“ 

„Die Mannschaft zeichnet eine unheimliche Wucht bei Flanken und Standards aus. Da müssen wir uns gewaltig strecken, damit wir das verteidigen können“, weiß Timo Schultz. Aber genauso weiß der Trainer und das spätestens seit dem Derby, dass St. Pauli inzwischen in der Lage ist, auch gegen die besten Angreifer der Liga zu bestehen – sogar bei Ausfällen. Schließlich musste gegen den HSV zum einen Kapitän Ziereis nach 28 Minuten wegen akuter Ampelkarten-Gefahr runter. Für ihn kam mit Tore Reginiussen eine neue Abwehrkraft und lief die Angreifer der torgefährlichsten Mannschaft der Liga ein ums andere Mal ab.

St. Pauli kann inzwischen die Ausfälle auffangen 

Und zum anderen war es ja bis zum Derby auch der jetzt an der Wade verletzte Eric Smith, der die Gegner vor der Kette abfing und gegen den Stadtrivalen ohne Qualitätsabfall von Rico Benatelli ersetzt wurde. Deswegen muss St. Pauli nicht bange sein, wenn neben Paqarada auch Finn Ole Becker in Karlsruhe auszufallen droht. Für den 20-Jährigen könnte Benatelli auf die halbrechte Mittelfeldposition rücken und Afeez Aremu auf die Sechs, auch Ohlsson könnte vor der Abwehr spielen. Hinten rechts stünde Derby-Vorlagengeber Luca Zander bereit.

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Und so kann es sich St. Pauli dieser Tage leisten, bei der Stärkung der Abwehrkräfte etwas weniger auf Routine zu setzen. Zumal „wir auch in der Box individuell sehr gut verteidigen“, sagt Schultz über das Mittel mit garantiert hoher Wirksamkeit: „Da hatten wir in der Hinrunde wirklich Probleme.“ Noch so eine neue Abwehrkraft.

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