Für Alexander Zverev lief's in Monte Carlo alles andere als gut
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Auch Djokovic draußen: Monte Carlo: Zverev flucht – und scheidet aus

Es brodelte gewaltig in Alexander Zverev. Immer wieder hallten seine russischen Schimpf-Tiraden über die malerische Anlage des Monte Carlo Country Club, doch als die Achtelfinal-Niederlage besiegelt war, verlor der Hamburger komplett die Beherrschung.

Wütend pfefferte er seinen Schläger auf die rote Asche – und da das zum Frustabbau noch nicht ausreichte, hob er das Racket auf und schmiss es wütend in die Bande.

Monte Carlo: Zverev wirft vor Wut seinen Schläger weg

Sein „Heimspiel“ hatte sich der 23-jährige Hamburger ganz anders vorgestellt. Der Weltranglisten-Sechste, der schon länger in Monaco lebt, verlor am Donnerstag beim prestigeträchtigen Sandplatz-Masters gegen den Belgier David Goffin 4:6, 6:7 (7:9). Wenigstens hatte sich Zverev nach dem ersten Ärger dann auch schnell wieder abreagiert.

„Für die Umstände war es ein recht gutes Spiel von meiner Seite. David hat extrem gut gespielt“, sagte Zverev wenig später nüchtern, auch wenn ihm die Enttäuschung anzusehen war: „Mit der Ellbogenverletzung, mit der Ungewissheit, ob ich das Turnier spielen werde oder nicht, war es ganz okay.“

Tennis: Achtelfinal-Aus für Zverev in Monaco

Nach seinem Turniersieg in Acapulco Mitte März war es für Zverev das zweite frühe Aus in Folge. Schon bei der Auftaktpleite beim Masters in Miami rund drei Wochen zuvor war er durch den schmerzenden Ellbogen gehandicapt gewesen, hatte anschließend eine Auszeit genommen und das Turnier in Marbella ausgelassen. Der Ellbogen sei auch immer noch geschwollen, erzählte Zverev, erst am Dienstag habe er zum ersten Mal überhaupt wieder aufgeschlagen.

Tennis: Auch Djokovic scheidet in Monte Carlo aus

Immerhin befand sich der US-Open-Finalist mit seinem Achtelfinal-Aus in guter Gesellschaft. Auch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic musste sich überraschend dem Briten Daniel Evans mit 4:6, 5:7 geschlagen geben. In einem Rematch des Australian-Open-Viertelfinales wären Djokovic und Zverev in Monte Carlo in der nächsten Runde aufeinandergetroffen.

Gegen den an Position elf gesetzten Goffin konnte sich Zverev zwar bei anfangs windigen Bedingungen und frischen Temperaturen wie schon bei seinem Auftaktsieg gegen Lorenzo Sonego auf seinen Aufschlag verlassen, doch in den Ballwechseln agierte er oft zu passiv und ließ sich weit hinter die Grundlinie drängen. Trotzdem ergaben sich Chancen – doch alle seine sechs Breakmöglichkeiten ließ Zverev ungenutzt. Der Deutsche zeigte ein großes Kämpferherz und wehrte im Tiebreak des zweiten Satzes vier Matchbälle ab, den fünften verwandelte Goffin aber nach 111 Minuten.

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Damit sind bei dem mit knapp 2,5 Millionen Euro dotierten Turnier in Monte Carlo keine Deutschen mehr vertreten. Jan-Lennard Struff (Warstein) und Dominik Koepfer (Furtwangen) hatten bereits in der ersten Runde verloren.

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