Toni Leistner (M.) setzte in Regensburg (hier gegen Andreas Albers) Duftmarken im Zweikampf.
  • Toni Leistner (M.) setzte in Regensburg (hier gegen Andreas Albers) Duftmarken im Zweikampf.
  • Foto: WITTERS

„Arsch aufreißen!“ : Leistner nach HSV-Comeback mit klarer Ansage an die Kollegen

Er ist wieder da. Zehn Partien verpasste Toni Leistner wegen seines Muskelbündelrisses, beim 1:1 in Regensburg feierte der Abwehrchef sein Comeback. Eines, das Hoffnung darauf machte, dass die HSV-Defensive wieder zu größerer Stabilität finden wird. Leistner selbst verließ Regensburg trotzdem geknickt.

Um den heißen Brei herum zu reden, ist seine Sache nicht. „Die Enttäuschung ist riesengroß“, ließ Leistner nach dem Remis wissen und sprach damit allen aus der Seele. Auch mit dem Vize-Kapitän in der Abwehr blieb die große Kehrtwende des HSV aus. Und dennoch verbreitet gerade er mit seiner Präsenz wieder etwas Zuversicht.

Leistner war der beste Zweikämpfer beim HSV

„Das war ein ordentlicher Vortrag“, resümierte Daniel Thioune nach Leistners Comeback. Denn so ganz wussten sie alle nicht, was der Routinier nach drei Monaten Spielpause so anzubieten haben würde. Die Zahlen sprachen dann Bände: Mit 81 Prozent gewonnener Zweikämpfe war Leistner zweikampfstärkster Hamburger. Eher normal, dass ihm der eine oder andere Fehlpass unterlief.

Trotz der Enttäuschung: Leistner ist weit davon entfernt, den Kopf im Aufstiegsrennen in den Sand zu stecken. „Wir haben eine gute Reaktion in der zweiten Halbzeit gezeigt. Darauf können wir aufbauen und uns jetzt in den letzten vier Spielen den Arsch aufreißen“, sagte er. „Wir haben einen Punkt aufgeholt. Das ist nicht zufriedenstellend, aber aufgeben ist nicht.“

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Wie Leistner seine erste Partie nach längerer Zeit verkraftet hat, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Bei seinem Trainer regiert noch die Vorsicht. „Wir müssen bei Toni weiterhin behutsam sein und sehen, ob es für Donnerstag wieder reicht“, erklärte Thioune.

Sollte der Abwehrchef keinen Rückschlag erleiden, dürfte sein Einsatz gegen den KSC allerdings sicher sein. Zumal anschließend eine zehntägige Pause bis zum dann folgenden Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (10. Mai) ansteht.

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