Anfang vom Düsseldorfer Ende: Unions Führung durch Ujah (nicht im Bild).
  • Anfang vom Düsseldorfer Ende: Unions Führung durch Ujah (nicht im Bild).
  • Foto: WITTERS

Abstieg in Berlin: Fortuna Düsseldorf verschläft Chance auf Klassenerhalt

Sie wollten es kaum glauben, und irgendwie war es auch surreal. Seit dem 20. Spieltag hatte Fortuna Düsseldorf nicht mehr auf einem direkten Abstiegsplatz gestanden, doch das Saisonfinale hatte eine bitterböse Pointe parat. 0:3 beim 1. FC Union Berlin, abgerutscht auf Rang 17. Die Zukunft am Rhein heißt 2. Liga.

Bei allen Beteiligten herrschte „eine unheimliche Leere“, wie Trainer Uwe Rösler und Verteidiger Kaan Ayhan unisono erzählten. „Wir haben über einen langen Zeitraum gekämpft, haben immer am Limit gespielt, aber wir haben es nicht über die Ziellinie gekriegt“, fuhr Rösler fort.

Düsseldorfs Abstieg gefühlt nicht verdient

Ähnlich eng war die Nummer an der Alten Försterei, jedenfalls am Anfang. Bei Ujahs Führungstor hatte war das Spielgerät gerade noch so hinter die Linie gerollt, Adam Bodzeks Klärung kam zu spät (26.). Der gebürtige Pole beklagte später, wie auch Ayhan, das Schicksal. „Gefühlt haben wir den Abstieg nicht verdient“, klagten beide Profis. Ayhan kam dann noch zu dem Schluss: „Wir haben es nicht nur heute, sondern in den letzten Wochen und Monaten liegen lassen.“

Gentner und Abdullahi machen jede Hoffnung zunichte

In Berlin kam das Beerdigungsunternehmen in Person von Christian Gentner (55.; Rösler: „Das zweite Tor hat das Spiel gekillt“), Suleiman Abdullahi packte den Deckel drauf.

Fortuna muss eine neue Mannschaft basteln

Und jetzt? Schwierige Tage für den Klub des Ex-Hamburgers Rouwen Hennings, „ein kleiner Tiefschlag“, wie es Sportchef Uwe Klein formulierte. „Ich bin stolz auf das, was die Spieler mir gegeben haben“, sagte Rösler. „Aber es hat halt nicht gereicht.“ Am Montag würde man wieder zusammenkommen, von da an gehen die Gedanken in Richtung Zukunft. „Wir müssen jetzt schlau eine neue Mannschaft zusammenstellen“, erklärte der Coach, der von zahlreichen Abgängen ausgeht: „Es wird einen Umbruch geben.“

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp