1999 gewann Manchester United unter Ferguson das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League. Für diesen Erfolg wurde er zum Ritter geschlagen.
  • 1999 gewann Manchester United unter Ferguson das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League. Für diesen Erfolg wurde er zum Ritter geschlagen.
  • Foto: imago images/Focus Images

79-Jähriger rang um sein Leben: Alex Ferguson über Gehirnblutung: „Ich habe geweint“

Sir Alex Ferguson ist eine absolute Trainer-Legende. Kaum vorzustellen, wie die Fußballwelt reagiert hätte, wäre er 2018 seiner schweren Erkrankung erlegen. Der langjährige Trainer vom englischen Rekordmeister Manchester United erzählte nun in einem neuen Dokumentarfilm, was damals in ihm vorging.

Der Schotte erlitt im Mai 2018 eine Gehirnblutung und die Ärzte gaben ihm sogar nur eine geringe Überlebenschance. Im Dokumentarfilm „Sir Alex Ferguson: Never Give In“, der die Geschichte des prägenden Erfolgstrainers erzählt, spricht Ferguson selbst über die Krankheit, die Ängste, und welche Gedanken ihm dabei durch den Kopf gingen. Sein eigener Sohn Jason führte dabei die Regie.

Sir Alex Ferguson über Gehirnblutung: „Du willst nicht sterben“

„Es war ein wunderschöner Tag, das weiß ich noch“, erinnert sich der heute 79-Jährige. Später habe er sich dann gefragt, wie viele sonnige Tage er wohl überhaupt noch erleben werde. „Das war schwer für mich“, sagt er. Viele Gedanken gingen Sir Alex durch den Kopf. „Du willst nicht sterben“, war wohl nur einer von vielen Gedanken.

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Ferguson erinnert sich noch, wie er ins Krankenhaus geliefert wurde. „Es gab an dem Tag fünf Fälle von Gehirnblutungen (in der Klinik). Drei sind gestorben. Zwei haben überlebt“, berichtet Ferguson. „Da weiß man, dass man Glück gehabt hat.“

Sir Alex Ferguson litt unter Folgen von Gehirnblutung

Sir Alex ist dem Tod also noch einmal von der Schippe gesprungen. Zum Glück. Doch hatte er nach der Erkrankung noch mit einigen Folgen zu kämpfen. Eine der Folgen war auch der Verlust seiner Stimme. „Ich habe versucht, es zu erzwingen, aber ich habe es nicht rausbekommen“, sagte er. „Einer der Ärzte kam rein, und ich habe geweint, weil ich mich so hilflos gefühlt habe.“ Nach zehn Tagen mit einem Sprachtherapeuten kam die Stimme aber glücklicherweise zurück.

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Weil er Angst hatte, seine Erinnerungen wegen der Gehirnblutung zu verlieren, wurde der Film gedreht, während sich Ferguson noch von den Folgen der Operation erholte. Mittlerweile hat er sich von dem gesundheitlichen Rückschlag erholt. Mit Manchester United gewann das Trainer-Idol 38 Trophäen in etwas mehr als 26 Jahren. (dpa/abin)

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