Meißner jubelt
Meißner jubelt
  • Gegen Nürnberg erzielte Robin Meißner (r.) seinen ersten Zweitligatreffer.
  • Foto: WITTERS

5:2-Gala gegen Nürnberg: So können der HSV und Hrubesch auf das Wunder hoffen

Der Knoten ist geplatzt – und vielleicht geht da doch noch was in dieser Saison. Durch das überzeugende 5:2 (3:1) gegen Nürnberg schöpft der HSV neue Hoffnung im Aufstiegskampf, liegt nur noch drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Horst Hrubeschs Premiere als Chef auf der Bank wurde zum vollen Erfolg.

Die Mission Wunder läuft, dieses Gefühl nahmen die Profis des HSV mit, als sie sich nach dem Abpfiff auf dem Rasen abklatschten und anstrahlten. In Fürth wird man es verfolgt haben. Der Hauptkonkurrent hat zwei Spieltage  vorm Saisonende einen HSV im Nacken, der wieder an sich glaubt.

HSV schlägt Nürnberg: Hrubesch hat die richtigen Knöpfe gedrückt

Naturgemäß mischte sich in den Jubel und die Erleichterung auch ein dezentes Kopfschütteln. Warum erst jetzt? Warum nicht schon früher so? Nach Wochen der Tristesse (und nur zwei Siegen aus den vergangenen zwölf Partien) schöpfte der HSV sein Potenzial mal wieder aus.

Es war immer da, zuletzt nur nicht mehr sichtbar. Hrubesch aber scheint die Knöpfe gedrückt zu haben, die sein Vorgänger Daniel Thioune nicht mehr fand.

Neue Lockerheit: HSV-Schützenfest zum Hrubesch-Einstand

Eine neue Lockerheit, die die Profis auf dem Platz in Energie ummünzten. Die Aussicht, sich nochmal in Schlagdistanz an den Tabellendritten Fürth heran zu robben, tat ihr Übriges.

Entschlossenheit statt Verkrampfung. Darauf hatte man im Volkspark zuletzt lange gewartet.

Terodde trifft wieder – das Gegentor tat dem HSV nicht weh

Hrubesch verfolgte all das mal stehend, mal sitzend, aber nicht auf der Bank, sondern auf einem Drehstuhl, direkt daneben. Früh ging die Post bei beiden Teams ab, nach etwa 20 Minuten aber wurde der HSV Herr des Geschehens.

Lohn war ein Doppelschlag: Meißners Schuss wurde von FCN-Abwehrmann Sörensen zur Führung ins Netz abgefälscht, dann schloss Jatta eine starke Kombination über Kittel, Leibold und Meißner ab – nach 37 Minuten führte der HSV mit 2:0.

Hrubesch gestikuliert gegen Nürnberg

Horst Hrubesch feierte einen erfolgreichen Einstand als HSV-Trainer

Foto:

Witters

Auch Shuranovs Anschlusstor (nach einem Ulreich-Patzer/41.) ließ den HSV diesmal nicht an sich zweifeln. Noch vor dem Pausenpfiff traf Terodde mit seinem 22. Saisontor zum 3:1 (45.), übernahm damit wieder die alleinige Führung in der Torschützenliste.

Hrubesch lässt den HSV hoffen: „Vielleicht haben wir eine Chance“

Wichtig für den HSV, dass er nach der Pause weiter machte.  Nun hat er das um zwei Treffer bessere Torverhältnis als Fürth. Das wäre am Saisonende bei Punktgleichheit Gold wert. Zunächst traf Kittel zum 4:1 (76.), dann Terodde per  Strafstoß (Wintzheimer wurde gefoult) zum 5:1 (80.). Nürnbergs Rosenlöcher verkürzte noch (89.).

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Eine Gala zur Hrubesch-Premiere. Die Hoffnung auf das Wunder lebt plötzlich wieder. Der Trainer: „Es hat Spaß gemacht. Jeder hat verstanden, dass es über die drei Spiele geht. Vielleicht haben wir eine Chance.”

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