• Am 15. April 1989 kamen im Hillsborough-Stadion 96 Menschen in einem überfüllten Fanblock ums Leben. Nun wurde der Prozess gegen die mutmaßlich Verantwortlichen eingestellt.
  • Foto: picture alliance/dpa/PA Wire

32 Jahre danach: Schmerzhafte Richter-Entscheidung zur Hillsborough-Katastrophe

Im Fall der Tragödie im englischen Hillsborough-Stadion mit insgesamt 96 Toten im Jahr 1989 ist das wohl letzte Strafverfahren gegen drei Angeklagte eingestellt worden.

Der Vorsitzende Richter am Nightingale Court in Salford entschied am Mittwoch, das Verfahren gegen zwei pensionierte Polizisten und einen Anwalt wegen Rechtsbeugung nicht zuzulassen.

Tragödie im Hillsborough-Stadion: Polizisten und Anwalt freigesprochen

Die Anklage hatte ihnen vorgeworfen, die Verantwortung der Polizei an dem tödlichen Massengedränge in dem Stadion in Sheffield vertuscht zu haben. Da sich die Vorwürfe jedoch nicht auf strafrechtliche Ermittlungen, sondern nur auf eine offizielle Untersuchung des Falls ohne rechtliche Konsequenzen bezog, befand der Richter die Klage als unbegründet.

Damit sind alle strafrechtlichen Verfahren gegen mögliche Verantwortliche in dem Desaster und seiner schleppenden Aufarbeitung beendet. Dabei war in einer Untersuchung vor fünf Jahren festgestellt worden, dass es sich nicht um einen Unfall gehandelt hatte und die Fans nicht, wie anfangs von der Polizei behauptet, selbst verantwortlich gemacht werden konnten.

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Nur in einem Fall kam es zu einem Schuldspruch für ein minderschweres Vergehen im Zusammenhang mit den Sicherheitsvorkehrungen am Stadion. Der damalige Einsatzleiter der Polizei, David Duckenfield, war bereits vor zwei Jahren von dem Vorwurf fahrlässiger Tötung freigesprochen worden. (dpa/hoe) 

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