• Auch Flugzeuge haben eine Hupe. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa

Tuuut, tuuut: Auch Flugzeuge haben eine Hupe – aus naheliegendem Grund

Köln –

Züge haben eine, Schiffe auch, und Autos sowieso: Ein akustisches Warnsignal, besser bekannt als Hupe oder Horn. Zugführer verwenden sie an unübersichtlichen Bahnübergängen, Schiffskapitäne gerne mal zur Begrüßung und Autofahrer zu häufig an grünen Ampeln, wenn der Vordermann den Motor abgewürgt hat. Doch was ist mit Flugzeugen? Bahnübergänge oder Ampeln gibt es in der Luft und auf dem Rollfeld nicht. Haben Flugzeuge also überhaupt eine Hupe?

Ja, die haben sie. Ein kleiner Knopf im Cockpit löst ein Signal in der Nähe des vorderen Fahrwerks aus. Der Klang dieser Hupe variiert von Flugzeugtyp zu Flugzeugtyp, hört sich beispielsweise an wie das Tuten eines Dampfschiffes, schreibt die niederländische Fluggesellschaft KLM. Anders als bei Zügen, Schiffen oder Autos nutzen Piloten die Hupe allerdings nicht, um Kollegen zu warnen.

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Wie ein Klingelton

Vielmehr dient die Hupe der internen Kommunikation und als eine Art Klingelton, vor allem bei Wartungsarbeiten. Sind Mechaniker oder Ingenieure im Cockpit des Flugzeugs beschäftigt und wollen mit ihren Kollegen am Boden kommunizieren, nutzen sie dieses Signal. Es kommt nämlich durchaus vor, dass die Arbeiter per Funk nicht erreichbar sind. Hören sie die Hupe des Flugzeugs, müssen sie nur einen Kopfhörer in die dafür vorgesehene Buchse am vorderen Fahrwerk stecken und können mit den Kollegen im Cockpit kommunizieren.

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Flugzeuge haben also tatsächlich eine Art Hupe. Sie dient dem Piloten allerdings nicht dazu, seinem Ärger bei Stau auf dem Rollfeld Luft zu machen. Während des Fluges funktioniert die Hupe gar nicht, weil das damit verbundene Kommunikationssystem in dieser Zeit abgeschaltet ist. Sie ist lediglich eine Art Klingelton für Ingenieure und Mechaniker. (tli)

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