Mittelmeerstrand
  • Am Mittelmeer-Strand in der Sonne liegen und entspannen. Welche Einschränkungen gelten noch?
  • Foto: 2021 Getty Images

Sonnen-Urlaub in Europa: Was geht und was nicht?

Ein paar Wochen für den Sommerurlaub bleiben noch. Schnell noch die Sommer-Sonne nutzen – doch die Corona-Pandemie macht es Reisenden nicht einfach. Hier ein Überblick, was in beliebten Urlaubsländern in Europa zu beachten ist.

Spanien

Spanien wird von der Bundesregierung nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. In der Nacht zum Sonntag sind damit alle Quarantänevorschriften für von dort zurückkehrende Urlauber entfallen. Bereits vor einer Woche waren die ersten spanischen Regionen von der Risikoliste gestrichen worden, darunter die Kanarischen Inseln und Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona. Jetzt gilt das ganze Land als „risikofrei“ – auch Mallorca, die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen. Spanien gilt als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen im Ausland. Am 11. Juli war es wegen stark steigender Infektionszahlen mitten in der Ferienzeit als Risikogebiet eingestuft worden, Ende Juli dann sogar als Hochrisikogebiet. Seitdem mussten Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne. Erst nach fünf Tagen konnten sie sich mit einem negativen Test davon befreien. Damit ist wegen deutlich gesunkener Infektionszahlen jetzt Schluss. Allerdings müssen Spanien-Reisende auch weiterhin Corona-Regeln beachten. Denn mindestens bis zum 5. September gilt Deutschland aus spanischer Sicht als Risikogebiet. Deswegen müssen alle Besucher aus Deutschland ab zwölf Jahren bei der Einreise eine Impfung oder Genesung nachweisen oder einen negativen Test vorlegen können. Bei der Rückreise nach Deutschland gilt das ebenfalls – egal ob man aus einem Hochrisikogebiet kommt oder nicht. Die Beschränkungen in Spanien werden immer mehr zurückgefahren, aber in einigen Regionen gibt es noch Sperrstunden sowie nächtliche Versammlungs- und Ausgehverbote.

Loutro auf Kreta
Fischerboot und das malerische Dorf Loutro auf Kreta, Griechenland

Griechenland

In Griechenland sind die Corona-Zahlen örtlich weiterhin hoch. Seit Dienstag werden Kreta und die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos und Naxos deshalb von der Bundesregierung als Hochrisikogebiet einstuft. Nach der Rückkehr von dort nach Deutschland müssen Urlauber für zehn Tage in Quarantäne, sofern sie nicht nachweislich geimpft oder genesen sind. Die Quarantäne kann nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden. Vor Ort gibt es zum Teil Mini-Lockdowns, so etwa auf Kreta, wo bis auf wenige Ausnahmen ein Ausgehverbot zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr für die Regionen Chania, Rethymno und Iraklio besteht. Vor der Einreise nach Griechenland geben Besucher auf der Website https://travel. gov. gr/#/ ihre Daten ein und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie einen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Italien

In dem Mittelmeerland steigen die täglichen Corona-Fallzahlen leicht an. Corona-Patienten auf den Intensivstationen haben laut Gesundheitsexperten meist keine Impfung gegen Covid-19. Wer nach Italien einreist, sollte beachten, dass man einen Corona-Impfnachweis oder einen negativen Test braucht oder nachweislich von der Krankheit genesen sein muss, um innen im Restaurant essen zu dürfen oder in ein Museum zu gehen. Ab dem 1. September sollen diese als Grüner Pass bezeichneten Nachweise auch in Inter-City-Zügen, Fähren und bestimmten Langstrecken-Busverbindungen kontrolliert werden. Wer nach Italien reist, braucht ein Einreiseformular sowie den Grünen Pass – digital oder ausgedruckt. Bei der Rückreise nach Deutschland sind ein Impf- oder Genesungsnachweis oder ein negativer Corona-Test nötig.

Kroatien

Das beliebte Urlaubsland verlangt von Touristen eine Bescheinigung, die belegt, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen in ihren Innenbereichen bewirten; ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen. Die Teilnehmerzahl öffentlicher Versammlungen ist eingeschränkt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist um ein Sechstel höher als in Deutschland – in Dalmatien ist sie höher, in Istrien weit niedriger.

Französische Reviera
Villefranche-sur-meran der Französischen Riviera im Sommer

Frankreich

Die Infektionslage ist bis auf die stark betroffenen Überseegebiete stabil. Zwei Regionen und die Insel Korsika stuft Deutschland weiter als Hochrisikogebiet ein. Bei der Einreise nach Frankreich ist ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich, ebenso für Fahrten mit dem Reisebus oder Fernzug. Dasselbe gilt für den Besuch von Bars, Restaurants, Museen sowie große Einkaufszentren. Als Nachweis wird dazu ein digitaler „Gesundheitspass“ – eine Handy-App – verwendet, darin lässt sich auch der deutsche Impfnachweis speichern. In einzelnen Gegenden gibt es strengere Regeln wie eine Maskenpflicht im Freien.

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Portugal

Die Lage wird immer besser: Die 14-Tage-Inzidenz ging nach dem Sommer-Höchststand von knapp 438 vor vier Wochen inzwischen auf 310 zurück. Am Montag wurden viele Einschränkungen deshalb vorzeitig gelockert. Aber noch immer gibt es unter anderem eine Maskenpflicht auch im Freien. Und zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen muss ein Impfzertifikat oder ein negativer Test vorgelegt werden. Bei der Einreise muss jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, ab dem Alter von zwölf Jahren einen negativen Test vorlegen. Inzwischen sind nur noch die Algarve und Lissabon als Hochrisikogebiete eingestuft. Bei der Rückreise aus diesen Regionen müssen alle, die nicht geimpft oder genesen sind, in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden.

Schweizer Alpen mit schweizer Flagge
Die Schweizer Flagge weht auf dem Pilatus Berg vor einem schönem Alpenpanorama.

Schweiz

Die Zahl der Corona-Infizierten auf den Intensivstationen steigt rasant, deshalb wird überlegt, die Corona-Auflagen zu verschärfen. Anders als jetzt könnte es dann nötig sein, bei einem Besuch in Restaurants, Bars, Fitnesscentern und Kultureinrichtungen einen Nachweis über eine Genesung, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis vorzulegen. Bislang ist dies nur in Diskotheken, Tanzlokalen und bei Großveranstaltungen nötig. Die endgültige Entscheidung steht noch aus. Das EU-Zertifikat wird anerkannt. In Innenräumen wie Geschäften, Restaurants, Theatern, Sporthallen und im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht. Flugpassagiere ohne Zertifikat brauchen zur Einreise einen negativen Corona-Test. Auf dem Landweg ist die Einreise ohne Auflagen möglich.

Türkei

Wegen gestiegener Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die Türkei jüngst zum Hochrisikogebiet erklärt. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen nach der Einreise nach Deutschland in Quarantäne. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Bei der Rückreise nach Deutschland muss weiterhin entweder ein negativer PCR-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden. Cafés, Restaurants und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet, es gibt keine Ausgangsbeschränkungen mehr. Eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt weiter. Die Zahl der Neuinfektionen liegt in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern täglich bei rund 20 000 Fällen.

Österreich

Angesichts steigender Fallzahlen müssen Ungeimpfte sich in der Hauptstadt Wien ab 1. September öfter testen lassen als bisher. Antigen-Schnelltests sind nur mehr 24 Stunden lang als Eintrittskarte für Hotels, Gastronomie und Veranstaltungen gültig; PCR-Tests nur mehr 48 Stunden. Im Rest des Landes sowie für die Einreise gelten sie für jeweils 48 und 72 Stunden. Geimpfte und Genesene dürfen auch überall hinein („3G-Regel“). Maskenpflicht herrscht in Österreich hauptsächlich nur noch in Supermärkten und im öffentlichen Verkehr; in Wien müssen in allen Geschäften Mund und Nase bedeckt werden. (dpa; Stand: 30. August 2021)

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