Saskia Fischer ist regelmäßig im „Großstadt­revier“ im Ersten zu sehen – als Frau Küppers, Chefin des  PK 14-Teams.
  • Saskia Fischer ist regelmäßig im „Großstadt­revier“ im Ersten zu sehen – als Frau Küppers, Chefin des PK 14-Teams.
  • Foto: / Patrick Sun

Saskia Fischer übers „Theater Lüneburg“: „Alles, was ich liebe in einem Haus“

Das Theater Lüneburg vereint alles, was ich am Theater liebe: drei Sparten, eigene Ensembles, ein moderner, abwechslungsreicher Spielplan – und nahezu alle Abteilungen sind im Haus. Ich gehe gerne durch den Backstage-Bereich, vorbei an Requisiten, Kulissen, Kostümen, vorbei an der Maske, Proberäume … durch die „Eingeweide“ … da riecht es ganz wunderbar nach Theater. Wenn ich mal da bin, gehe ich natürlich auch ins Büro meiner Freundin Hilke Bultmann, der leitenden Schauspieldramaturgin. Dort kommt Kreatives und Kluges zusammen – fantastisch.

Das Haus realisiert auf der großen Bühne regelmäßig spartenübergreifende Stücke wie aktuell das Musik-Theater-Projekt „Der Sturm“ nach Shakespeare. Dort wirken alle Ensembles zusammen: Schauspieler:innen, Sänger:innen, Tänzer:innen, die Lüneburger Symphoniker und zusätzlich eine Band.


Hamburgs Theater sind so etwas wie das Rückgrat der vielfältigen Kulturlandschaft. Rund 50 Häuser, verteilt überall in der Stadt. Hier wird täglich verhandelt, was uns ausmacht und umtreibt, als Menschen. Es wird: gelacht, geweint, geschrien, gejubelt, geschimpft. Und, in einigen Häusern​ gebangt um die Existenz – angesichts der pandemiebedingten und anhaltenden Zurückhaltung vieler beim Ticketkauf.​ Hier finden Sie Liebeserklärungen prominenter und engagierter Theater-Fans an die von ihnen favorisierten Häuser. Eine Einladung an Sie mitzuhelfen, diese Vielfalt zu erhalten.


Dostojewskis Roman mit Tschaikowskys Musik

Am Schauspiel-Spielplan mag ich sehr die Mischung aus Unterhaltung und kritischer Auseinandersetzungen mit aktuellen Themen. Unter anderem steht gerade „Hedda Gabler“ in einer Inszenierung mit krimihaften Zügen auf dem Programm. Die Ballettkompanie zeigt ab Mitte Januar die Uraufführung „Dostojewski Idiot Schwanensee“. Darin verbindet Ballettdirektor Olaf Schmidt Dostojewskis Roman mit der berühmten Musik von Tschaikowsky. Im T.NT Studio haben kleine, feine Produktionen ihren Ort, auf der Jungen Bühne T.3 sind alle Sparten vertreten, was sehr besonders ist.

Herausragend ist zudem die deutlich spürbare gegenseitige Wertschätzung zwischen dem Theater Lüneburg und seinem Publikum. Die Zuschauer:innen haben regelmäßig die Möglichkeit, mit den Theaterschaffenden ins Gespräch zu kommen und direkte Einblicke in die Theaterarbeit zu erhalten. Während Corona gab es zu Ostern eine Aktion mit Theaterbriefen inklusive Gedichten und Rätseln, die in der Stadt versteckt wurden – toll!

Apropos Stadt: Die ist wunderschön. Vor dem Theaterbesuch lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt und am Stint. Und natürlich gibt es zahlreiche nette Cafés, Kneipen und Restaurants. Also: Ab nach Lüneburg und dort ins Theater!

Ihre Saskia Fischer

Theater Lüneburg: Ganz schön nah!

An den Reeperbahnen 3 lautet die Adresse dieses Theater – das zeigt zum einen die Nähe zu Hamburg, zum anderen aber auch, dass das Haus eben nicht in dieser Stadt ist. Das „Theater Lüneburg“ besteht aus drei Spielstätten, die die gesamte Bandbreite aus Sprechtheater, Oper, Operette, Musical, Revue, Tanz, Konzert und begleitenden oder unabhängigen Sonderveranstaltungen zeigen.